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mögen durch grofse Enthaltsamkeit ansammelt, während der andere
sich nicht eingeschränkt hat und das seinige nur seinem durch Fleifs
und Talent gesteigerten Einkommen verdankt. Hat letzterer aber
deswegen nicht gespart? Er hat freilich mehr ausgegeben als der
arstere, aber er hat eben doch nicht sein ganzes Einkommen ausgegeben,
 er war doch immerhin sparsamer als ein dritter, der vielleicht
Jasselbe grofßse Einkommen hatte, aber nichts zurücklegte. Es läfst
sich also auch hier keine Grenze zwischen positiver und relativer
Konsumbeschränkung ziehen, wir kommen also zu dem Schlusse, dafs
jede stattgehabte Vermögensbildung, die nicht auf einmaliger Okkupation
 (cf. oben) beruht, Sparen genannt werden mufs, gleichviel ob
es sich um positive oder relative Konsumeinschränkung handelt,
Ein Beispiel mag die hier in Betracht kommenden Fälle noch
einmal klarlegen.
1. Nicht jede Vermögensbildung ist auf Ersparnis zurückzu- X
führen.
Ein Fischer ist Besitzer eines kleinen Sees, von dessen Fischen
er seinen Lebensunterhalt bestreitet. Durch irgend ein unvorhergesehenes
 Naturereignis nimmt der Fischreichtum dieses Sees in
zgrofsen Proportionen zu, oder der Fischer entdeckt, dafs eine Art
Fische, die er bisher als unbrauchbar weggeworfen hat, efsbar seien,
jder aber er entdeckt eine ihm bisher unbekannte fischreiche Bucht
seines Sees; in allen diesen drei Fällen hat sowohl privatwirtschaftlich
wie volkswirtschaftlich eine Vermögensmehrung stattgefunden (der See
hat für ihn und für die Volkswirtschaft einen gröfseren Wert erlangt),
die wir aber nicht auf Sparen zurückführen können. Der Begriff
der Okkupation, des einmaligen Vermögenszuwachses tritt hier dentlich
 hervor.

Beispiele:

2, Konsumeinsckränkung an sich ist nicht mit Sparen identisch.
Der Fischer vermindert seinen bisherigen Konsum, er beschränkt
seinen Lebensunterhalt auf das allernotwendigste. Wenn seine EKinnahme
 nun in gleichem Mafse oder noch mehr zurückgeht, also durch
die Konsumeinschränkung kein Vermögen gebildet wird, so hat er
ebenfalls nicht gespart.

Jafs das englische Vermögen mehr durch Intelligenz, Fleils und Tüchtigkeit,
mehr durch Steigern der Produktivität, also durch relative Konsumbeschränkung
antstanden sei als durch positive Einschränkung des Verbrauchs, wie Defoe das
treffend. im folgenden Satze ausdrückt: „The English get states, the Dutch
save them.“ (D. Defoe: Giving alms no charity 1704.)