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3. Eine. Vermehrung der Produktion oder eine Produktivitätssteigerung
 bedeutet an sich noch keine Ersparnis.
Der Fischer arbeitet täglich eine Stunde länger oder er ersinnt
eine bessere Methode des Fischfangs, in beiden Fällen wird er mehr
Fische fangen, aber wenn er seinen Konsum gleichzeitig erweitert
and dieses Mehreinkommen an Fischen verzehrt, so hat er nicht
gespart,
4. Eine „technische“ HKrsparnis führt ebenfalls an sich keineswegs
 immer zu einer Vermögensbildung.
Der Fischer erfindet eine praktischere Art des Fischfangs, wodurch
 er Arbeitszeit und Betriebskosten spart, also am Schlusse ebenfalls
 mehr Fische übrig behält: hier liegt der Fall wie im vorigen
Beispiele,
5. Nur dort, wo eine Vermögensbildung durch Konsumeinschränkung
 stattfindet, können wir von Sparen reden.
Erst wenn der Fischer seinen bisherigen Konsum einschränkt,
weniger Fische ifst als bisher, die dadurch erübrigten Fische für den
kommenden Winter einsalzt, oder soviel Fische ansammelt ‚ dafs er
für mehrere Tage Vorrat an Nahrung hat und statt fischen zu gehen
zu Hause bleiben und ein neues besseres Netz knüpfen kann, erst dann
spart er. (Positive Konsumbeschränkung.)
6. Aber auch jede Vermögensbildung, die nicht aus vermindertem
Konsum, sondern direkt aus einer Einkommenssteigerung hervorgeht,
ist trotzdem als „Ersparnis“ zu bezeichnen, da eine relative Konsumbeschränkung
 immerhin stattgefunden hat.
Der Fischer schränkt seinen Verbrauch an Fischen nicht ein;
durch gröfseren Fleils oder durch günstige Umstände vermehrt sich die
Zahl der von ihm gefangenen Fische. Wenn nun der Fischer seinen
Verbrauch an Fischen nicht steigert, wenigstens nicht relativ, d. h.
seinen Konsum nur um einen Teil der mehrgefangenen Fische erhöht,
so hat er trotz der Erhöhung seines Konsums gespart, wiewohl also
keine positive sondern nur eine relative Konsumbeschränkung vorliegt,
rivatwirt- Die hier gegebene Definition des Sparbegriffes ist sowohl für
ıftliches u. % . . 4 4 &amp; a AL
olkswirt- privatwirtschaftliches wie tür volkswirtschaftliches Sparen gültig. Es
Svaren. ist aber klar, dafs das Sparen, je nachdem, ob es sich in der Volkswirtschaft
 oder in der Privatwirtschaft vollzieht, ein durchaus verschiedenes
 ist, sodals wir, bevor wir zu anderem kommen, zuerst auf
Jiesen Unterschied eingehen müssen.
Was nennen wir nun privatwirtschaftliches Sparen? Wenn wir
ans an den Sprachgebrauch halten, so giebt es nur eine Antwort: