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gütern eine unvollkommene Art der Aufbewahrung dar, es werden
hier nur einige Wertteile auf längere Zeit erhalten, viele andere
gehen bei der Anlage selbst oder später verloren, man wird die
Anschaffung von solchen Luxusgütern aber doch nicht als blofsen
Konsum sondern wohl als eine Art Vermögensanlage auffassen
können, da auf diese Weise doch viele Vermögensteile aufbewahrt
und erhalten bleiben, auch weiterhin produktiv wirken können. Ad.
Smith schildert eine solche Kapitalanlage im Unterschiede von
ainer rein konsumtiven Ausgabe recht anschaulich.!) ®*) „Er läfst
zwei reiche Leute ihr Einkommen verzehren. Der eine unterhält
eine reichbesetzte Tafel, eine grofse Dienerschaft, viele Luxuspferde
 und Hunde, der andere beschränkt sich auf einen frugalen
Tisch und wenige Aufwärter. Was der letztere infolge seiner Mäfsigkeit
 im unmittelbaren persönlichen Genufs der Güter spart, verwendet
 er dazu, sein Landgut mit nützlichen und geschmackvollen
Gebäuden zu versehen, sein Haus mit dergleichen Hausgeräten auszuschmücken
 und sich gute Bücher, Gemälde, Bildhauerarbeiten und
sonstige Sachen von Dauer anzuschaffen. Haben beide ihr Einkommen
längere Zeit auf diese verschiedene Weise verbraucht und wird nach
einer Reihe von Jahren verglichen, was von der Wirksamkeit des
Aufwandes beider erhalten geblieben ist, so wird bald zu beantworten
sein, dafs der erstere Nichts hinterliefßs, was seine Zeit überdauerte
ader eine nachhaltige Wirkung ausübte, während der andere wenigstens
einen Vorrat an Sachen anhäufte, der jetzt vielleicht einen gröfseren,
vielleicht einen gleichen, jedenfalls aber noch immer einigen Wert
besitzt. Diese Sachen bleiben unter allen Umständen noch lange
wirksam; sind nämlich diese dauernden Sachen zuerst für die Reichen
angefertigt und entsprechen sie zuerst den Zwecken derjenigen, die
über ein grofses Einkommen zu verfügen haben, so gehen sie doch
nach und nach in den Gebrauch der unteren und mittleren Volksklassen
 über und werden diesen nützlich“, 3) Diese Art, Ersparnisse
anzulegen, ist also nicht nur privatwirtschaftlich sondern auch volkswirtschaftlich
 von Bedeutung und kann auch produktiv wirken, so z. B.
bilden die angesammelten Kunstschätze Italiens einen nicht zu unter-1

 Domela S. 11. Siehe auch Ad. Smith: An inquiry into the nature and
3auses of the wealth of nations Edinburgh 1835. KEdition Thomas Nelson and
Peter Brown, Book II p. 142—148, Book III p. 158—159,
2?) Siehe auch Simonde de Sismondi: Nouveaux principes d’&amp;conomie polique
 livre LV Ch, IV. Paris 1819, S. 331 bis 334.
3) Vergl. auch Roscher, Grundlagen 8 231.