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schätzenden Teil des italienischen Nationalvermögens, der durch den
Fremdenbesuch, den er nach Italien zieht, durchaus produktiv wirkt.
Während dies privatwirtschaftlich die heutzutage einzige übriggebliebene
 Form unproduktiver Ersparnisanlage bildet, so finden wir
volkswirtschaftlich noch eine zweite Form üblich, die privatwirtschaftlich
 kaum mehr vorkommt, nämlich das Aufstapeln von Vorräten
in einzelnen Industriezweigen. „Während wir uns noch in unsere
Winterkleider hüllen, sind schon die fertigen Frühjahrsstoffe in den
Läden der Detailhändler, und in den Fabriken werden bereits die
leichten Stoffe gewebt, mit welchen wir uns im nächsten Sommer,
sowie die Garne für die Stoffe gesponnen, womit wir uns im nächsten
Winter bekleiden werden“.*) Wie wir aus diesem Mengerschen
Beispiele entnehmen, werden wir diesen Vorgang nicht so sehr als
ein Ansammeln von Vorräten sondern vielmehr als das Bestreben ansehen,
 einen möglichst grofsen Zwischenraum zwischen den Zeitpunkt
der Produktion und den der Konsumtion zu schaffen. Dieser erreichte
Zwischenraum drückt eine faktische Ersparnis aus, aber eine aus produktiven
 Rücksichten zu produktiven Zwecken erreichte Ersparnis,
keine aus Sparsamkeit hervorgegangene. So giebt es denn auch hier
bald eine Grenze, über die hinaus den Vorsprung der Produktion
vor der Konsumtion zu vergröfsern vom produktiven Interesse nicht
mehr erfordert, eher verboten wird. Für viel länger als auf ein Jahr
wird z. B. kein Produzent gerne Vorräte aufstapeln wollen,
- Eine andere Art privat- und volkswirtschaftlicher Ersparnis, die
keine absolut produktive ist, drückt sich darin aus, dafs durch größere
Dauerhaftigkeit der Güter ihre Nutzungsperiode verlängert wird. Je
dauerhafter unsere Gebrauchsgegenstände ‚sind, ein um so wertvolleres
wirtschaftliches Kapital durch sie repräsentiert wird, ein um so
gröfserer Teil von Ersparnissen ist in ihnen niedergelegt, Zu allen
Zeiten soliden Wohlstandes sind Ersparnisse in dieser Weise angelegt
 worden, wovon z, B. das dauerhafte Material so mancher Wohnungseinrichtung
 aus früheren Zeiten, besonders des Bürger- und Bauernstandes,
 also gerade der damals besonders sparsamen. Stände zeugt.
Diese Art der Anlage von HErsparnissen könnte gewissermafsen
auch unter die produktiven gerechnet werden. Ein besonders solide
und gut gearbeiteter Gegenstand ‚kann doppelt so lange währen als
ein mittelmäfsig gearbeiteter und schlielslich durch seine längere
Dauerhaftigkeit billiger zu stehen kommen als letzterer, sodafs die in

') Roscher, Grundlagen 8 45; Menger, Grundsätze I 33 fr.