sagt er nicht, giebt auch keine Detinition vom Handel, aber er
hält ihn für productiv, da nach seiner Ansicht jede Arbeit, die
Sachgüter hervorbringt oder deren Wert erhöht, produetiv ist.
Aber als vorzugsweise productiv bezeichnet auch er die Yiandwirtschaft
 und begründet cs damit, dass die Natur dem Menschen
hier einen grösseren Beistand leiste, als beim Handel und Gewerbe,
Unproduetiv ist nach seiner Ansicht alle ""hätigkeit, die
aicht Sachyüter herstellt oder sie verkehrsfähig macht. ;
Mangold hat darauf hingewiesen, dass in dieser Lehre ein
Widerspruch liege. Denn entweder müsse man auf die Gewinaung
 und Bearbeitung der Stoffe den Nachdruck legen, dann
kann man dem Handel keine Productivität zuerkennen, denn dazu
 trägt er nichts bei. Oder, man sieht das Wesentliche in der
Herstellung neuer Werte, dann muss der productive Charakter
aller Arbeit zugesprochen werden, die einen solchen Wert erzielt,
 gleichviel, ob sich dieser an cinem Sachgut realisiert oder
nicht. Mangold führt auch aus, wie die nationalökonomische
Wissenschaft zu diesem Widerspruch Stellung genommen hat,
and wie sich eine doppelte Reaction gegen diesen "Teil der Adam
Smithschen Lehre nachweisen lässt. Die einen gehen auf die
Lehre der Physiokraten zurück. Nach ihrer Ansicht fallen nur
die Sachgüter in das Gebiet der Wirtschaft, sie rechnen den
Handel nicht zu den productiven Beschäftigungen und gestehen
‘hm nur eine mittelbare Productivität zu, soweit sie den eigent-‘ieh
 produetiven Klassen Mühe und Zeit ersparen,
Dagegen nennen die Anderen jede Thätigkeit productiv,
„deren Resultat ihre Kosten aufwiegt“. Nene Stoffe bringt nur
die Natur hervor, der Mensch hat nur dem Material die Branchbarkeit
 zu schaffen oder zu erhöhen.

An erster Stelle sollen nun von den älteren deutschen
Nationalöconomen die Ansichten von Lotz und Schnitthenner darvestellt
 werden.