tion, Der Mensch will durch seine Production oder Aneignung
etwas gewinnen, sein Verhältnis zur Güterwelt bessern und dieser
Gewinn am Preise entsteht, wenn der Preis der hervorgebrachten
oder erworbenen (jüter den Preis der Güter überwiegt, welche
der Erwerber während seiner ""hätigkeit verbraucht hat, Gewinn
am Werte aber, wenn der Wert der neuen Güter den der auf
die Erwerbung verwendeten übersteigt.
Die Produetivität des Manufacturisten und Fabrikanten
leugnet Lotz nicht, er sieht sie darin, dass die rohen Stoffe durch
die Verarbeitung erst Wert und Tauglichkeit erhalten, und die
machen ja den eigentlichen Character der Güterproduction aus,
Sein Gewinn liegt im Gebrauchswert seiner Erzeugnisse und der
hieraus hervorgehenden Verbesserung der Tage des Menschen.
Damit ist der Zweck der Produktion erreicht.
Nach dieser Klarlegung des Begriffes der Production geht
Lotz darauf ein, zu untersuchen, wie man nachweisen könne,
dass das Gewerbe des Kaufmanns, „wie das gewöhnlich geschieht“,
fälschlich unter die productiven (jewerbeklassen gerechnet werde,
er sagt: „Das Kaufmannsgewerbe bringt weder neue Sachen,
noch neue Güter hervor. Wenn die Waren, die der Kaufmann
vertreibt, nicht schon an sich für menschliche Zwecke tauglich
sind, werden sie es durch ihn nicht. Dass dies Gewerbe nützlich
 und wohlthätig wirkt, giebt Lotz zu, aber seine Thätigkeit
erstreckt sich nur daranf, der Sachen- und Güterwelt ihren
bisherigen Stand zu erhalten, den Überschuss vor Wertlosigkeit
zu bewahren, er kann nicht einmal eine neue Tauglichkeit für
menschliche Zwecke an den Sachen finden, und sie so zu Gütern
machen.

Lotz wendet sich dann gegen Rau, *) der das Element der
kaufmännischen Produetivität darin sicht, dass er die Waren an
den Consumenten vermittelt, Lotz führt dagegen an, dass der
Kaufmann dadurch keine (jüter schafft, er verbreitet und verteilt
 nur die vorhandenen Güter, wohin sie gehören. Er hält
diese vermittelnde ""hätiykeit zwischen Konsumenten und Producenten
 für staatswirtschaftlich wichtig, aber er bleibt hartnäckig
dabei, dass es etwas ganz anderes ist, ein Gut hervorzubringen
und seinen Genuss dem Konsumenten zu erleichtern. Die Thätig-*)
 Rau, in der Übersetzung von Storch, Cours d’econ. p. Bd. III. 276.