und darin deckt sich seine, Ansehauung mit der von Say. Er
bemisst die Grösse der Production nicht nach der Menge der
Dinge oder nach der Quantität der Arbeitserzeugnisse, sondern
nur nach der Qualität und dem Nutzen und Tauschwerte der
Dinge und schliesst: die productive Arbeit vermehrt, die unproductive
 vermindert den Reichtum des Landes. Damit kann Lotz
sich nicht einverstanden erklären, er sieht darin eine Verwechselung
 von gewinnbringend und produectiv. ‚Jacob nenne das productiv,
 was eigentlich nur gewinnbringend sel. Er will streng
scheiden: Einen Erwerbszweig rechnet er unter die productiven,
wenn die Sache, die durch denselben hervorgebracht wird, von
Wert sei, unter die gewinnbringenden erst dann, wenn seine Erzeugnisse
 ihrem Werte oder ihrem (wirklichen) Preise nach dem
Producenten einen Überschuss über, den Betrag der Gütermasse
geben, welche er aufwenden müsse, um sie zu gewinnen oder
hervorzubringen.
Lotz möchte unter Beibehaltung der Smith’schen Einteilung
den Kaufmann zusammen mit dem Staatsdiener und Gelehrten
aus der productiven Klasse verweisen; denn der Kaufmann produciert
 auch nichts Materielles, Die Tendenz des kaufmännischen
Gewerbes ist die: dem Producenten und Konsumenten eine Mühe
zu ersparen, die dieser ohne die Dazwischenkunft von jenem anzuwenden
 hätte, und jene ersparte Mühe ist nichs weiter als ein
unmaterielles Gut. Der Kaufmann ist im Grunde nichts weiter,
als ein Diener des Konsumenten und Producenten und sein Gewinn
 ist nur Lohn. Wenn man — und dies ist gegen die Jacobsche
 Ansicht gerichtet — das Geschäft des Kaufmanns productiv
 nennt, weil es dem Kaufmann mehr giebt, als den Betrag
seiner Konsumtion, dann kann man auch die Beschäftigung des
Dienstgesindes productiy nennen, denn dieselben erhalten Lohn
über den Betrag ihrer Konsumtion, und auch sie sparen davon
wie Kaufleute, vom Ertrag ihres Gewerbes. — Und sogar soweit
will Lotz gehen, dass er zugiebt, das Dienstgesinde sei productiv,
 da es den Herrn in die Lage versetze, sich Genüsse, seien
es auch nur Genüsse niederer Art, zu verschaffen. Und diese
Genüsse sind Güter immerhin. Produetiv ist also eine Thätigkeit
 nur dann, wenn sie materielle oder unmaterielle Güter liefert.
Im Schlussparagraphen des. dritten Bandes fasst Lotz scine