Meinung noch einmal zusammen. Die nationalwirtschaftlichen
Schriftsteller hätten nur zu recht, wenn sie die Hauptrolle unter
den Zweigen der menschlichen Betriebsamkeit den Urproducenten
und Handwerkern und Manufaeturisten zuteilen und nur eine
solche "hätigkeit empfehlen, deren Producte überall einen möglichst
leichten und möglichst vorteilhaften Absatz finden, weil sie zu den
unentbehrlichsten Bedürfnissen der Menschheit gehören. Wer
aber den „vorteilhaften Absatz“ besorgen soll, darauf geht Lotz
an dieser Stelle nicht ein.

Schnitthenner.

Von älteren nationalöconomischen Schriftstellern führen wir
hier noch die Ansichten von Schnitthenner *) an. Er definiert :
Producieren heisst Wert, eine werte Sache, ein Gut erzeugen,
das geeignet ist, ein Bedürfnis befriedigen zu können. Die Sache
muss durch eine bestimmte Form und Lage Wert erhalten. Produetiv
 heisst demnach dasjenige, was unmittelbar und mittelbar
zur Gütererzeugung wirkt; unmittelbar productiv, was selbst
ökonomische Güter erzeugt, mittelbar, was die Kräfte und Bedingungen
 der Production gewährt. Er teilt die Production
ein**) in
[. primäre oder Urproduction,
II. secundäre, welche die erzeugten und gewonnenen Naturproducte
 in Formen und Lagen bringt, in denen sie höheren
Wert haben.
Und die secundäre Produktion zerfällt dann wieder in:
|. formierende oder Fabrikation, und
2. Handel, welcher den Urprodueten und Fabrikaten die Lage
giebt, in welcher dieselben höheren Wert haben. Da die Lage
teils eine physische, teils eine rechtliche ist, 80 vollzieht der
Handel sein Geschäft durch Transport und "Fausch,
Den Verkehr (commereium) rechnet Schnitthenner als Unter-|

 *) Schnitthenner. Grundlinien der Geschichte der Staatswissenschaften.
‚Zwölf Bücher vom Staat u. s. w.) Bd. 1.2. Auflage 1839, Öiiessen,
*r) aa 0.8.34. a. a. 0.8. 342.