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abteilung zum Handel und versteht darunter die Verbindung der
Menschen mittelst gegenseitiger Leistungen, durch welche die
Güter in Umlauf gesetzt werden. Ferner gehört der Umlauf
(Circulation), der die Wandlung der Eigentumsverhältnisse, welche
eine Sache erfährt, herbeiführt zum Handel als eine zweite
Unterabteilung.
Von seiner Entwickelung bis zur Vernichtung hat ein Gut
demnach drei Stadien zu durchlaufen: Production, Umlauf, Consamtion,
 wobei die Circulation übersprungen werden kann.
Schnitthenner unterscheidet productiven und unproduetiven Erwerb.
 Unter unproductivem Erwerb — um dies vorauszunehmen
— *) versteht er eine "Chätigkeit, die ökonomischen Wert aus
dem Vermögen Anderer zu gewinnen sucht, ohne ihn zu erzeugen;
 er meint damit die Speculation, das Börsenspiel, die Benutzung
 der Conjuneturen. Den productiven Erwerb **) teilt er
ein in:

a) urprodnetive,
b) formierende,
c) vertreibende Industrie
oder Handel. Unter Handel ist diejenige Thätigkeit zu verstehen,
die die Verkehrsgeschäfte zur Erwerbung von Gewinn benutzt.***)
Dann geht er auch noch näher auf die Frage der Produetivität
 des Handels ein +{)
Schnitthenner unterscheidet eine privatöcanomische und eine
nationalökonomische Betrachtung. Privatökonomisch (ohne Rücksichtnahme
 anf das System der Gesellschaft) ist das Geschäft
des Kaufmanns nicht productiv, denn es ist kein Productionsprozess,
 sondern ein Verkehrsgeschäft, das der Kaufmann betreibt,
 er produciert nicht, er schafft keinen Gehrauchswert, nicht
einmal Tauschwert, sondern er realisiert ihn nur, er bringt die
Waren nur zum Absatz.
Nationalökonomisch dagegen im Zusammenhange mit dem
Organismus der Nationalindustrie betrachtet, ist das Verkebhrsgeschäft
 productiyv. Ebenso wie ein Produetionsprozess nur durch

*) A. a. O. 622,
**) Schmitthenner gebraucht die Ausdrücke Erwerb und Industrie im
gleichen Sinne,
***) A, a. O. 612.
*} A, a O0. 614,