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will Gewinn erzielen durch gewerbsmässig betriebenen Einkauf
und Wiederverkauf von Gütern.
Diese Definition deckt sieh mit‘ denen von Roscher. Mataja.

Lexis.
Der Handel ist dann produetiv, wenn er durch den örtlichen
und zeitlichen Ausgleich von Überfluss und Mangel die Brauchbarkeit
 der Güter vermehrt, wenn er den Güteraustausch billiger
und vollkommener besorgt, eine bessere Bedürfnisbefriedigung ermöglicht,
 als ohne ihn der Fall sein würde. *) Er hat bei der
Preisbildung mitzuwirken, und auch im directen Verkehr zwischen
Producent und Konsument, wo man den Handel ausschaltet,
stützt man sich vielfach auf die vom Handel festgestellten
Preise.

An anderer Stelle **) hat Rathgen dargelegt, worin die
Thätigkeit des Handels besteht. Er vermittelt‘ nicht nur, er orvanisiert
 die Production, er giebt Aufträge, er beschäftigt die
Handwerker und macht sie abhängig von sich. Der ‚einzelne
Produeent kann den Markt nicht mehr übersehen, der Handel
überhebt ihn dieser Mühe. Er ist nützlich nur dann, wenn er
die Waren in einer zweckmässigeren Weise umsetzt, als es auf
direetem Wege geschehen würde.

Ehrenberg.

Die Ehrenberg’sche "Theorie***) weicht von den anderen so
erheblich ab, dass ein näheres Eingehen auf dieselbe am Platz
zu sein scheint. Im ‚Jahre 1897 erschien sein Buch über den
Handel, +) eine Sammlung von Vorträgen, die Ehrenberg in Hamburg
 vor Kaufleuten gehalten hat.

*) A. a. O. Seite 998.
**) Die soziale Bedeutung des Handels, Bericht über die Verhandlungen
des VII. evang. sozialen Kongresses in Stuttgart 1896, Seite 75.
*##) Dr. Richard Ehrenberg, Der Handel, seine wirtschaftliche Bedeutung,
 seine nationalen Pflichten und-sein Verhältnis zum Staat. ‚Jena 1897.
+) Cohn nennt das Buch eine Apologetik des Handels, die glaubt,
dessen Productivität gegen die in der Wissenschaft vorherrschenden Anschauungen
 verteidigen zu müssen. III Seite 208.