ziehen, und am schwierigsten wird das bei Handel und Speeulation
 der Fall sein, da man die letztere noch regelmässig als einen
 Teil des Handels ansieht. Dennoch hält es Ehrenberg für
möglich, theoretisch eine scharfe Grenzlinie zwischen diesen beiden
 Produetionsarten zu ziehen. ;
Ehrenberys Definition vom Handel lautet: Der Handel ist
diejenige Productionsart, welche die Aufgabe hat, die
örtliche Knappheit der Natur an wirtschaftlichen Gütern
zu überwinden. *)
Er ist sich dessen bewusst, wie sehr seine Auffassung von
der herrschenden abweicht. Der Handel welte allgemein noch
als Erwerbsart, „welche durch die Vermittehung zwischen Produetion
 viel Geld verdiene.“ *“) Er sieht im Handel das notweırdige
 Schlussglied der Production. ;
Ehrenberg geht dann doch noch auf die Wertlehre ein, und
besonders auf die von Knies aufvestellte. (Zeitschrift für d. yes,
Staatsr. 1855.), der Stoffwert, Formwert und Ortswert der Güter
unterscheidet, und hebt hervor, wie sich Urproduetion, Gewerbe
und Handel mit der Schaffung dieser einzelnen Werte befassen.
Bei der Besprechung der Kniesschen "Theorie fügt Böhn — Bawerk
 noch den Zeitwert selbständig hinzu, ***) Diese vierfache
Einteilung würde sich mit der Ehrenbergschen Kinteilung in vier
Produetionsarten decken, aber dieser gicht selbst zu, dass Knies
dies nicht im Auve gehabt hat.
Nach Ehrenbergy beruht der Ortswert eines Gutes darauf,
dass es an einem Ört yebraucht wird, dagegen an einem anderen
Orte in der erforderlichen Menge und Beschaffenheit vorhanden
ist. Der Handel wirkt dann wertschaffend, wenn er diesen Mangel
 beseitigt, dem Gute den Ortswert giebt, dessen Höhe von
dem Mass. der darauf verwendeten Leistung, anderseits von dem
Grade des Bedarfs an solchen Leistungen abhänele ist.

* a. a. O. Seite 34.
**) a. a. O. Seite 35.
*##*) Art. „Wert“ im Handwörterbuch der Staatswissenschaften.