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niedrig, aber er kennt den Markt, er weiss, dass sich der Preisstand
 verändern wird, und wenn dann die Preise gestiegen sind,
dann verkauft er seinen Vorrat.
Er speculiert. Und zwar in seinem privatwirtschaftlichen
Interesse, Gelinet die Speculation, so ist sie für ihn gewinnbringend.
 Und für die Volkswirtschaft?
In Amerika kaufte ein einziger Händler vor kurzer Zeit
allen Weizen und Mais auf und lagerte ihn, sodass der ganze
Markt auf ihn schliesslich angewiesen war, und zwar in rein
speculativer Absicht. War diese Speculation volkswirtschaftlich
praduetiv?

In diesem Falle müssen wir es unbedingt verneinen, im
ersteren nicht. Es ist natürlich, dass nach der Ernte bei dem
zrossen Angebot die Preise sinken, dass sie dann allmählich
wieder steigen. Der Händler lagert das Getreide, sind die Preise
zünstiger, tritt er mit seinem Vorrat auf den Markt, vermehrt
las Angebot und führt dadurch eine Veränderung der Preise
herbei, aber keinen Preissturz. Durch vermehrte Nachfrage
yleichen sich dann die Preise wieder aus. Und diese ausgleichende
Thätigkeit ist für die Volkswirtschaft von Nutzen, als productiv
zu bezeichnen, Während in dem anderen Falle die Preise durch
einen Kinzelnen gewaltig gesteigert werden zum Vorteil dieses
Einzelnen. Die Folge dieser Speculation war ein Preissturz.
Der volkswirtschaftliche Schaden war eTOss, man braucht nur
daran zu denken, wie viel Geschäftsleute dadurch vernichtet
wurden.

Wir hatten vesagt, dass eine 'Thätiykeit productiv ist, wenn
sie volkswirtschaftlich werterhöhend wirkt, wobei zu bemerken
ist, dass nicht jede Werterhöhung Produetion einschliesst. Der
Wert der (Jüter kommt im Preis zum Ausdruck und wird an
Jer Börse festgestellt. Erziclt der Händler einen höheren Preis
für seine Ware, so zeigt das, dass der Wert der Ware gestieren
ist, dass sich Käufer finden, für die, trotz der Erhöhung des
Preises die Ware deshalb wertvoll ist, weil sie ihnen zur rechten
Zeit am rechten Ort überlassen wird. Demnach können wir der
massvollen Speculation die Produetivität zusprechen. Auch jener
amerikanische Speculant fand Abnehmer für seine teure Ware,
aber keine freiwillive. Es handelte sich um eine Erhöhung der