Cobbett. 301 Frauen, Schuhe, Strümpfe und Kopfbedeckung, Glasfenster in den Wohnungen, Betten und Bettzeug: einen Abtritt in jedem Haus — man füge das Alles hinzu und dann hat das Organ recht. Das sind nach mir die Zeichen guter politischer Zustände. Und von Herzensgrund verabscheue ich die Libe- ralen, deren Programme nur von geistigen Freuden reden, während die elenden Gerippe unter ihrer Herrschaft vor Hunger und Elend sterben.“ So bereitete Cobbett direct die politische Arbeiterpartei der Chartisten vor; aber immer erwartete er Besserung der Lage der Arbeiter nur durch Politik und dachte nicht an Speciellen Krieg gegen die Fabrikherrn.. In seinen Angriffen gegen einzelne staatliche Institutionen übertrieb er entsetzlich, aber er traf doch immer Puncte , in denen in der That eine Benachtheiligung der Arbeiter und Armen nachweisbar war, Wenn er denn auch, leidenschaftlich und gemeine Leiden- schaften schürend;, weit über das Ziel hinausschoss. Der keimende Gegensatz zwischen Arbeit und Capital tritt besonders deutlich hervor, wenn man Cobbett’s Schriften über Papiergeld und Staatsschuld mit denen von Ricardo vergleicht. . 1828 erschien Cobbett’s Schrift: „Paper against Gold,“ die aus 29 zuerst 1810—1811 erschienenen Briefen besteht, und Wellington gewidmet ist. In der Vorrede sagt Cobbett Mit unglaublichem Selbstgefühl — das aber nie so, theatra- isch ist wie später bei O’Connor — er habe schon. 1803 er- kannt, dass das Papiergeld entwerthet sei und Erschütterung iM Lande hervorrufen müsse, wenn man nicht zur Goldwäh- tung zurückkehre und gleichzeitig die Staatsschuld vermindere. Man habe nur das erste, nicht zugleich das letzte gethan und dadurch das Volk schwer geschädigt; man hätte das stehende Heer abschaffen, die Hälfte der Steuern °rlassen müssen und solle das noch jetzt thun. Schon 1803 habe er und vorher schon Paine die Nutzlosigkeit des Tilge- fonds bewiesen.. „In den Briefen nun gab Cobbett dem Volke eine vom Standpunkt seiner Tendenz ausgezeichnet geschriebene Ge-