wenn seine Arbeit Werth hervorbringt, so ist er zufrieden. Hier⸗ aus folgt, daß nicht die Arbeit, sondern die Begierde moralisch und unmoralisch ist, und daß die Menschheit sich nicht durch die Ver⸗ besserung der Producenten, sondern der Consumenten vervollkomm⸗ net. Wieviel hat man nicht über die Engländer Ach und Weh geschrieen, daß sie in Indien Opium bauten, mit dem wohlgefaßten Entschlusse, die Chinesen zu vergiften, wie man sagte. Das heißt das Princip der Moralität verkennen und verrücken. Niemals wird man die Production dessen verhindern, was gesucht wird, und also Werth hat. Der, welcher nach einer Befriedigung strebt, muß ihre Wirkungen berechnen, und vergeblich würde man versuchen, die Voraussicht von der Verantwortlichkeit zu trennen. Unsere Gutsbesitzer machen Branntwein, und werden ihn machen so lange er Werth hat, ohne sich darum zu bekümmern, ob man sich damit betrinkt und zu Grunde richtet. Das Urtheil der Menschen über ihre Bedürfnisse und Befriedigungen gibt der Arbeit ihre Richtung. Das ist sogar von dem isolirten Menschen wahr; und wenn Ro— binson sich mehr von dummer Eitelkeit, als von seinem Hunger hätte bestimmen lassen, so hätte er seine Zeit statt zur Jagd dazu angewandt, sich aus bunten Federn einen Kopfputz zu machen. Eben so erzeugt ein ernsthaftes Volk ernste Industriezweige, und ein läppisches läppische Industriezweige. Heranziehung der Natur zur Mitwirkung an der Production, wodurch ein unentgeltlicher Factor an die Stelle eines entgeltlichen (kostspieligen) gesetzt wird — und die stete Progression der mensch ˖ lichen Bedürfnisse, darauf beruht die volkswirthschaftliche Bedeutung des Maschinenwesens. Die weitere Benutzung des unentgeltlichen Fae— tors bewirkt Verringerung des Preises. Mit einem Pfluge, mit einer Säge, mittelst einer Straße erhält man etwas in viel besserer Quali⸗ tät, in viel größerer Quantität und viel wohlfeiler, als ohne Pflug, ohne Säge, ohne Straße. Die Vortheile, welche das Maschinen ⸗ wesen begleiten, hängen nicht bloß von der mit der Verringerung des Preises im Verhältniß stehenden Ausdehnung des Marktes ab. Sie sind gleich groß in Fällen, wo keine solche Ausdehnung statt—