33 einer raschen Prüfung der am besten constatirten industriellen That ⸗ sachen hervorgehen sehen. Als vor 400 Jahren die Buchdrnckerpresse erfunden wurde, versorgten Abschreiber die kleine Anzahl reicher Leute, welche sich diese kostspielige Liebhaberei gestatten konnten, mit Büchern. Da ein einziger von diesen Abschreibern mit Hülfe des neuen Ver— fahrens im Stande war, die Arbeit von 200 zu vollbringen, so ermangelte man seit jener Zeit nicht, eine Erfindung als ein Werk des Teufels zu bezeichnen, welche in einer gewissen Klasse der Ge— sellschaft von 1000 Menschen 995 der Beschäftigung berauben mußte. Stellen wir das wirkliche Resultat neben diese düstere Prophezeiung. Die Handschriften hatten sehr wenig Abnehmer; die gedruckten Bücher dagegen wurden wegen ihres billigen Preises mit der leb⸗ haftesten Begierde gekauft. Man war genöthigt, die römischen und griechischen Schriftsteller immer aufs Neue herauszugeben. Neue Ideen, neue Meinungen ließen eine Menge von Werken entstehen, die theils ein ewiges Interesse haben, theils durch vorübergehende Umstände veranlaßt waren; kurz, man hat berechnet, daß in Lon⸗ don vor Erfindung der Buchdruckerkunst der Buchhandel nur 200 Menschen beschäftigte; heute zählt man sie nach zwanzigtausenden. Und was würde sich vollends ergeben, wenn wir den be— schränkten und gleichsam materiellen Standpunkt, welchen wir hatten wählen müssen, verließen, und die Buchdruckerkunst nach ihrer mo ⸗ ralischen und intellectuellen Bedeutung betrachten; wenn wir den Einfluß prüften, den sie auf die allgemeine Gesittung, auf die Verbreitung der Aufklärung, auf die Fortschritte der menschlichen Vernunft ausgeübt hat; wenn wir die Aufzählung der großen Menge von Büchern vornähmen, welche wir ihr verdanken, welche die Abschreiber sicher verschmäht hätten, und aus denen doch das Genie täglich die Elemente seiner fruchtbaren Gedanken schöpft? Aber ich erinnere mich, daß jetzt nur von der Anzahl der durch jeden Industriezweig beschäftigten Arbeiter die Rede sein soll. Die Baumwollenindustrie bietet noch überzeugendere Resultate dar, als die Buchdruckerkunst. Als ein erfinderischer Barbier von