7 geworden, welche ein Interesse daran haben, daß die auf das Eigen⸗ thum bajsirten gesellschaftlichen Zustände nicht unterwühlt worden, daß also das Eigenthum des Einzelnen uicht aufgehoben, Güterge⸗ meinschaft nicht eingeführt werde, die Arbeit nicht gemeinschaftlich sei, die verschiedenen Stände nicht aufhören. Es gibt aber, im Gegensatz zu dieser destructiven Tendenz, einen Socialismus, welcher auf vernünftigen Grundsätzen beruht, der nichts anderes ist, als das System der auf Freiheit, daher auf indibiduelles Eigenthum und Concurrenz begründeten socialen Ordnung, und der daher den volkswirthschaftlichen Fortschritt durch Entfernung aller Schranken, die dieser Freiheit entgegenstehen, anstrebt. Ebenso läßt sich von einem Communismus reden, der einen vernünftigen Sinn hat. Dieser besteht in dem Streben, den Mitgenuß an den Gütern, die die Menschheit producirt, immer allgemeiner zu machen, insbeson⸗ dere das Darben der untersten Volksklasse, als in volkswirthschaft⸗ lichen Gesetzen nicht begründet, zu beseitigen. Die wahre Güterge⸗ meinschaft verwirklicht sich, wenn die an sich unentgeltlichen Gaben der Natur immer mehr der Menschheit zugänglich werden. Dies geschieht dadurch, daß die Natur mit ihrer für den Menschen mühe⸗ losen Freigebigkeit einen größeren Autheil an der Production nimmt und menschliche Anstrengung überflüßig macht. Der Nutzen, den die Natur durch die Stoffe und Kräfte gewährt, ist unentgeltlich, Ge— meingut; die menschliche Arbeit allein schafft den Werth und das Eigenthum. Je geringer die Arbeit wird, desto mehr vermindert fich Werth und Eigenthum, desto mehr nimmt die Menschheit an dem Gemeingut der Natur Theil. Die Nützlichkeit, die an sich all⸗ gemein ist (uunentgeltlich, Gemeingut), allgemein zu machen, dadurch daß im Verhältniß zu ihr die menschliche Mühe verringert wird, also der Werth, das Eigenthum abnimmt und gegen geringere Ge⸗ genleistungen eingetauscht werden kaun— das ist das Ziel, welches die Volswirthschaft als Wissenschaft verfolgt, und das in der Praxis durch die Oekonomie der Gesellschaft erstrebt wird und immer mehr zu erstreben ist. Nützlichkeit und Werth, das sind die Begriffe, um deren Verhältniß es sich in dem Folgenden handelt, wie in dem Vorhergehenden um Natur und Mbeit.