Die Concurrenz und der Preis. Unter Preis versteht man den durch das Ergebniß von Nach⸗ frage und Angebot, also durch die Concurrenz bestimmten Werth einer Sache. Wenn mehrere Kauflustige sich um den Einkauf eines Gutes bemühen, und der Vorrath desselben nicht zureicht, das Ver⸗ langen Aller zu befriedigen, so kann der Eine vor Andern sich nur dadurch den Vorzug verschaffen, daß er sich entschließt, einen höhe— ren Preis zu zahlen. Ebenso wird bei dem Wetteifer mehrerer Verkäufer, ihre Waare abzusetzen, und bei einem verhältnißmäßig schwächeren Begehren der Kauflustigen, derjenige, der vor Andern verkaufen will, in einen niedrigeren Preis willigen müssen. Die Coneurrenz der Kauflustigen, welche man die Nachfrage oder das Begehr nennt, nützt den Verkäufern, indem sie den Preis zu er⸗ höhen strebt; dagegen wirkt die Concurrenz der Verkaufslustigen, das Angebot, zum Vortheile der Käufer auf eine Erniedrigung des Preises hin. Wenn z. B. anf ruhigem Markte die Nachricht einer Kriegserklärung eintrifft, so schnellen die betreffenden Preise in die Höhe, weil man besorgt, der Krieg werde die Zufuhren erschweren. also das Angebot beschränken u. s. w. Stets wird der Preis um den Werth, wie um einen festen Pol, ventiliren. Uebersteigt der Preis den Werth, dann wird die Concurrenz sich einftellen, um den Gewinn zu theilen. Das Ange. bot wird sich vermehren, und den Preis wieder auf das Nibeau