185 die nicht gehörig umzäunt ist, zerstören, und demzufolge hemmt diese neue nothwendige Auslage den Anbau derselben. So kommen ie in einen solchen Zustand, daß sie einen geringeren Ertrag liefern, als der ist, welcher dem Ansammlungstriebe dieser Stämme ent— Ppricht. Es verdient dazu bemerkt zu werden, daß die Werkzenge, die sie benutzen, ganz vollständig sind. Die kleinen Kornfelder, die sie erbauen, sind durchaus vom Unkraute gereinigt und geharkt. EFine Nachlässigkeit hierbei würde freilich auch die Ernte sehr redu— riren; dies wissen sie erfahrungsmäßig ganz gut und verfahren dem⸗ gemäß. Das Hinderniß für den ausgedehnteren Anbau liegt augenscheinlich nicht in der nöthigen Arbeit, sondern in dem ent ⸗ sernten Ertrage dieser Arbeit. Ich bin gewiß, daß bei einigen der entfernten Stämme die so angewandte Arbeit die von Weißen ge— leistete weit übertrifft. Da ohne Unterlaß die nämlichen Theile des Bodens bestellt werden und Dünger dabei nicht gebraucht wird, so könnten sie kaum einen Ertrag gewähren, würde nicht der Boden auf das sorgfältigste aufgelockert und zerrieben, sowohl mit der Hacke, als auch mit der Hand. Ein Weißer würde unter solchen Umständen ein frisches Stück Land urbar machen. Dies dürfte ielleicht im ersten Jahre die darauf angewandte Arbeit kaum ver— züten, und er würde seine Belohnung von folgenden Jahren zu erwarten haben. Für den Indianer liegen aber folgende Jahre zu fern, als daß sie Eindruck auf ihn machen könnten, obschon er, um das zu erlangen, was Arbeit im Laufe weniger Monate herbor— bringen kann, sich eifriger abmüht, als ein Weißer. Die vorstehende Auffassung wird durch die Erfahrung der Jesuiten bei ihren An strengungen, die Indianer von Paraguah zu ecivilisiren, bestätigt. Sie gewannen das Vertrauen dieser Wilden in ganz außerordent lichem Grade und erwarben über sie hinreichenden Einfluß, um sie hhre ganze Lebensweise ändern zu lassen. Sie brachten die Indianer bollständig zur Unterwürfigkeit und zum Gehorfam, stellten einen Friedenszustand her, lehrten sie alle Verrichtungen der europäischen Landwirthschaft und viele der schwierigsten Handwerke. Man sah da überall, nach der Aussage von Charleroir, Werkstätten von Vergoldern, Malern, Bildhauern (), Goldschmieden, Uhrmachern,