208 manche Jahre hindurch einen sehr kostspieligen auswärtigen Krieg führen, ohne viel Gold und Silber auszuführen oder auch nur Et was davon für die Ausfuhr zu besitzen. Allerdings muß in solchem Falle ein sehr bedeutender Mehrwerth jener Fabrikate in das Aus. land gehen, ohne daß das Land — wenn auch der Kaufinann — Etwas dafür wieder erhält, indem die Regierung dem Kaufmanne seine Wechsel auf das Ausland abkauft, um dort den Sold und die Vorräthe für das Heer zu kaufen. Indessen kann doch auch ein Theil des Mehrwerthes noch Retouren bringen. Beim Kauf · mann kann sich nämlich während eines Krieges eine doppelte Nachfrage einstellen, ein Mal: zur Waarenausfuhr, um durch seine Wechsel auf das Ausland jene Bedürnisse der Regierung zu befrie— digen; sodann, um dadurch diejenigen Retouren zu erhalten, deren die einheimische Consumtion bedarf. Daher kommt es, daß oft während eines Krieges sehr viele Fabriken in vollem Schwunge sich befinden die nach dem Frieden zurückzugehen anfangen; daß sie blühen, während das übrige Land leidet, und nach der Rückkehr seines Wohlstandes zu welken anfangen, wie wir das im vorigen Kriege an manchen Beispielen gesehen haben. Kein auswärtiger Krieg, der mit großen Kosten verbunden oder von längerer Dauer ist, würde mit Hülfe der Ausfuhr roher Bo— denerzeugnisse füglich geführt werden können. Die Kosten einer so großen Ausfuhr, um dafür den Sold und die Vorräthe eines Heeres zu kaufen, würden zu beträchtlich sein. Auch giebt es we⸗ nig Länder, die sehr viel mehr davon hervorbringen, als zur Erhal⸗ tung der eigenen Bevölkerung nöthig ist, so daß die Versendung sehr großer Quantitäten der Versendung eines Theiles der Lebens ; bedürfnisse des Volkes gleich kommen würde. Anders verhält es — VV beiter ernährt und nur der überschüßige Werth ihrer Arbeit wird ausgeführt. — Bei Völkern, unter welchen Handel und Fabrikation nur wenig bekannt sind, findet der Fürst auch selten die Mittel zu einer außerordentlichen Hülfe bei seinen Unterthanen, weßhalb man dort auch gewöhnlich sieht, daß er bemüht ist, sich einen Schatz für Zeiten der Noth anzusammeln. Auch wird er durch seine Stellung