— 579 — man der Vollständigkeit wegen zu den fremden Exporten den de⸗ elarirten Werth der britischen Artikel hinzurechnet, folgendes Resultat: 1854 1860 Werth der gesammten Einfuhr —. 152,389 053 210648,643 Werth der gesammten Ausfuhr, 115821,092 165,670653 Der beträchtliche Werthunterschied zwischen Einfuhr und Aus— iuhr erklärt sich hinläunglich daraus, daß bei der Einfuhr der Werth der Waaren durch Fracht, Assecuranzprämie und Unkosten erhöht wird, was bei der Ausfuhr nicht in Anschlag kommt, daß ferner die Declaration des Werths der Ausfuhr Seitens der Absender, die gar keiner Controlle unterliegt, vermuthlich im Durchschnitt etwas zu niedrig ist, und endlich daß natürlich die Zahlungen, welche das Ausland an England für die Benutzung der unter vie— len verschiedenen Formen geliehenen britischen Capitalien zu leisten hat, und die meist durch Wechselgeschäfte bewirkt werden, in Wirk— lichkeit hauptsächlich nur durch die Mehreinfuhr ausländischer Waaren ausgeglichen werden müssen. Ueber die Schifffahrts · und Rhedereiverhältnisse des Vereinigten Königsreichs läßt sich aus den vorliegenden Tabellen nachstehende Vergleichung entnehmen: 1850 1860 Angekommene Schiffe britische — Tons 4700199 6,8889009 fremde 2400277 5283,776 7,100476 1214172 785 Davon mit Ladungen 6113696 10054 981 1850 1860 Schiffe Tons Schiffe Tons Britische Rhederei 17,892 von 3,187,212 20019 von 4251,739 Davon Dampfschiffe 426, 104680 929, 399494 Bemannung der Schiffe 151,430 Seeleute. 171,592 Seeleute. Die Aufhebung der Navigationsgesetze hat also für die nationale Rhederei durchaus nicht den von Vielen befürchteten Nachtheil ge⸗ äußert; dieselbe hat vielnehr in den zehn Jahren von 1850 bis 1860, ungeachtet der inzwischen stattgehabten großen Handelskrisis, einen noch bedeutenderen Aufschwung erlebt als je zuvor während eines gleichen Zwischenraums unter dem Privilegium der Schifffahrtsgesetze. 37*