Vorwort.

Das vorliegende Buch ist aus Vorträgen entstanden, die
in Handwerkerbereinen gehalten sind. Der Wunsch der
Zuhörer, das flüchtige Wort mehr, als selbst beim leb—
haftesten Interesse für den Gegenstand die Natur von
Vorträgen es gestattet, zu fixiren, hat bei mir die man
cherlei Bedenken niedergeschlagen, die die Veröffentlichung
des zunächst für enge Kreise auf bloße Anregung berech
neten Materials anfänglich erwecken mußte. Dieser Ueber
gang aus dem Auditorium in die Lesewelt erheischte viel—
fache Aenderungen, Erweiterungen u. s. w., die die ur—
sprüngliche Bestimmung zum Theil unkeunntlich machen.
Bei meinen Vorträgen ging ich überall von den
Schriften des gefeierten französischen Nationalökpnomen
Friedrich Bastiat,“) oder wenigstens von dessen Ideen aus.
Anfänglich hatte ich sogar die Absicht, denselben in seiner

) Friedrich Bastiat, geb. 1801, gest. 1880 als Mitglied der aus der
Februarrevolution hervorgegangeuen Nationalversammlung und Vieceprüsident der
Finanzkommission, hat durch eine Menge von Pamphleten und durch seine
Harmonies 6onomiques Wolkswirthschaftliche Harmonien, die in einer guten
llebersetzung in der Bibliothek von volkswirthschaftlichen Schriften von Prince⸗
Smith 1850 erschienen sind) sich auf dem Gebiete der Volkswirthschaft einen
großen Namen erworben. Sein Verdienst besteht hauptsächlich in der popu⸗
lären, fesselnden Form, die er seinen Gedanken giebt, in der anschaulichen Dar⸗
sttellung, in der drastischen Polemik, in einer scharfen Dialektik, wie sie kaum
anders als bei den Franzosen sich findet. Die Wissenschaft verdankt ihm eine
Förderung durch seine Theorie vom Werthe, von der Bodenrente u. s. w.