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sie zu unserm Gebrauch geeignet macht. Aber jedenfalls sind die
Stoffe sowohl als die Kräfte, die die Natur zu unserer Verfügung
stellt, Geschenke, und zwar unentgeltliche Geschenke. Sie erhalten,
so groß ihr Nutzen ist, Werth erst durch die Arbeit, die sich mit
ihnen verbindet; nach der ersten, noch so leichten menschlichen An⸗
strengung sind sie nicht mehr unentgeltlich. Die Natur gehört allen
Menschen gleichmäßig an; die Stoffe sowohl, die sie uns liefert,
als die Schwerkraft, die Dehnbarkeit der Gase, die Macht der Winde,
die Gesetze des Gleichgewichtes, das Pflanzen⸗ und thierische Leben
stehen Niemandem mehr oder weniger als einem Andern zu Diensten.
Erst die menschliche Anstrengung macht hier einen Unterschied und
giebt den Dingen und Eigenschaften einen verschiedenen Werth, der
nicht etwa immer im Verhältniß zum Nutzen steht (denn z. B. die
Luft ist sehr nützlich, oder vielmehr unentbehrlich, aber dabei — im
volkswirthschaftlichen Sinne — werthlos).

Das unbezwingbare Bestreben des menschlichen Geistes, durch
den Eigennutz angestachelt und durch die Reihe der Entdeckungen
unterstützt, geht darauf hinaus, die unentgeltliche Mitwirkung der
Natur an die Stelle der mühevollen, daher werthvollen Wirkung des
Menschen zu setzen, das heißt mit Hülfe natürlicher Kräfte den—
selben Zweck mit geringerer Anstrengung zu erreichen, so daß
eine gegebene Nußzbarkeit, obwohl in Bezug auf ihr Resultat, auf
die Befriedigung, die sie verschafft, dieselbe bleibend, dennoch einer
immer mehr verringerten Arbeit entspricht. Durch Wind, durch
Schwerkraft, durch Wärme, durch Spannung von Dämpfen läßt
der Mensch dasselbe thun, wozu er anfangs auf seine Muskelkraft
angewiesen war. Der mühelose, unentgeltliche Factor der Prodnetion
fucht den mühevollen, werthvollen zu ersetzen. Mühevoll und werth⸗
voll setzen wir hier gleich. Mit der Mühe, d. h. mit der mensch⸗
lichen Arbeit oder Anstrengung vermindert sich der Werth, weil er
im Verhältniß dazu steht, für jede gegebene Nutzbarkeit, in dem
Maaße als die Natur zu einer wirksameren Mitwirkung gezwungen
wird. So wird ein Werkzeng nach dem anderen erfunden, eine
Maschine nach der andern, um menschliche Arbeit durch die Thätig ·
ekit der Natur zu ersetzen. Ursprünglich mußte der Mensch vom