den Austausch des Ueberflusses der gegenseitigen Produecte herbei
und erzengt größeren Reichthum, als wenn die beiden Völker Alles
hätten selbst produciren wollen.

Die Theilung der Arbeit hat, wie der Tausch überhaupt, eine
Grenze. Der Grundzug des Tausches liegt in dem Bestreben, die
Anstrengung im Verhältniß zur Befriedigung zu vermindern. Zwi—
— Hindernisse
auf, die wir durch Vereinigung der Kräfte oder durch Arbeitsthei-
lung, d. h. durch Tausch vermindern. Aber der Tausch stößt selbst
auf Hindernisse, erheischt selbst Anstrengungen. Der Beweis liegt
in der ungeheuren Menge menschlicher Arbeit, die er hervorruft.
Die kostbaren Metalle, die Straßen, die Kanäle, die Eisenbahnen,
die Wagen, die Schiffe, alles das verzehrt einen beträchtlichen
Theil menschlicher Thätigkeit. Wie viel Menschen sind allein mit
Erleichterung des Tausches beschäftigt: Wechsler, Mäkler, Kaufleute,
Banquiers, Fuhrlente, Matrosen! Diese ungeheuren und kostbaren
Anstalten beweisen besser als alle Vernunftschlüsse die Kraft des
Tausches; warum hätte sich die Menschheit ihnen sonst unterzogen?

Es liegt in der Natur des Tausches, Anstrengungen zu spa ·
ren und zu fordern; daraus kann man leicht auf seine natürlichen
Grenzen schließen. Es liegt in der Natur des Menschen, von zwei
Uebeln stets das kleinere zu wählen: demnach wird sich der Tansch
so lange weiter ausdehnen, als die Anstrengung, die er erfordert,
geringer ist als die, welche er erspart. Er wird stehen bleiben, so—
bald man, in Folge der Schwierigkeiten des Tausches, durch Ar⸗
beitstheilung eine geringere Totalsumme von Befriedigungsmitteln
erhielte, als durch Production.

„Wie die Möglichkeit zu tauschen, sagt A. Smith, zur Thei—⸗
lung der Arbeit führt, so muß die Ausdehnung dieser Theilung
immer durch die Ausdehnung jener Möglichkeit, oder mit anderen
Worten, durch die Ausdehnung des Marktes begrenzt werden. Wenn
der Markt sehr beschränkt ist, so kann Niemand eine Aufmunterung
finden, sich einer einzigen Beschäftigung ganz hinzugeben, weil es
an der Möglichkeit fehlt, jenen ganzen Produetenüberschuß seiner
Arbeit, der weit über seine eigene Consumtion hinausgeht, für solche