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Völkerschaften gebracht werden? Jetzt hingegen treiben diese beiden
Städte einen sehr beträchtlichen Handel mit einander und ermun⸗
tern, indem sie einander einen Markt bieten, eine der andern In-
dustrie auf's Beste.

Da demnach die Vortheile der Wasserfracht so groß sind, so
mußten natürlich die ersten Vervollkommnungen der Kunst und In—
dustrie da hervortreten, wo diese bequeme Gelegenheit die ganze
Welt zu einem Markte für jegliche Art Arbeit eröffnet, und konn—
ten sich immer nur viel später in die inneren Theile des Landes
erstrecken. Die inneren Theile des Landes können lange ZSeit hin—
durch keinen anderen Markt für den größten Theil ihrer Güter
haben, als die Landschaft, welche sie von der Seeküste und den
großen schiffbaren Flüssen trennt. Die Ausdehnung ihres Marktes
muß daher für lange Zeit sich nach dem Reichthum und der Be—
völkertheit jener Landschaft richten, und ihr Fortschritt wird dadurch
immer hinter dem jener Landschaft zurückbleiben. In unseren nord—
amerikanischen Colonien sind die Pflanzungen beständig der See—
küste und den Ufern schiffbarer Flüsse gefolgt und haben sich kaum
irgendwo bis auf eine beträchtliche Entfernung von beiden erstreckt.“

Was A. Smith mit Rücksicht auf seine Zeit sagt, hat allgemeine
Gültigkeit. Wenn der Tausch aufhört, weil er nicht mehr vortheil—
haft ist, so giebt ihm die geringste Verbesserung im Apparate des
Handels neuen Aufschwung. Zwischen Berlin und Cöln wird eine
gewisse Menge von Dingen umgesetzt. Diese beiden Städte treiben
in allen Fällen Tausch, wo sie dadurch mehr Genüsse erzielen, als
durch directe Production. Sie hören auf zu tauschen, sobald die
Produetion durch Tausch, durch die Unkosten des Tausches selbst
erschwert, die Austrengung der eigenen Production erreicht oder
übersteigt. Sobald man dann den Apparat des Tausches verbessert,
sobald die Handelsleute den Preis ihrer Mitwirkang herabsetzen,
wenn man einen Berg durchsticht, eine Brücke über einen Fluß
schlägt, eine Straße pflastert, Hindernisse aus dem Wege räumt,
vervielfältigt sich der Tausch, weil die Menschen aus allen Vortheilen,
die er gewährt, Nutzen ziehen, weil sie die unentgeltlichen Brauch-
barkeiten genießen wollen. Die Vervollkommnung des Handels-