theilung findet bei vielen Zweigen des Fabrikbetriebes zugleich auch
die Benutzung der Maschinen und Naturkraft statt, obgleich dies
zur Charakterisirnng einer Fabrik nicht nothwendig ist.

Eine und dieselbe Art von Produeten kann daher im Wege
der Hausindustrie oder gewerbsmäßig und in letzterem Fall hand⸗
werksmãßig oder fabrikmäͤßig erzeugt werden. An der Natur der
Producte ändert dies nichts, vielmehr sind diese Unterschiede nur
Unterschiede der gewerblichen Entwicklung.

Obwohl nun aber Hausindustrie, Handwerk und Fabrikbetrieb
nicht Unterschiede sind, welche objectiv und durch die Natur der
technischen Gewerbe bedingt werden, sondern nur Formen der wirth
schaftlichen Entwickelung bilden, so darf man doch nicht glauben,
daß jemals ein Zustand eintreten werde, wo alles fabrikmäßig hervor⸗
gebracht wird und Hausindustrie und Handwerk aufhören; denn
so lange die Familien nicht in fourieristischen Phalansteren zusam⸗
men wohnen, wird es stets vielerlei Verrichtungen geben, welche
am zweckmäßigsten im Schooße der Familien vorgenommen werden,
und selbst in solchen Phalansteren wäre es schwer thunlich, sich
in allen Stücken dienen zu lassen und dafür Andern zu dienen.
Eben so wird man auch nie aufhören, viele technische Gewerbe
handwerksmäßig zu treiben, weil die Producte, welche durch fie
dargestellt werden, sich bestimmten und individuellen Bedürfnissen
anbequemen müssen. Ueberdies kann die Fabrikation nur da an⸗
gewandt werden, wo Producte in großen Massen erzeugt und ab—
gesetzt werden können, und ihre allgemeine und ausschließliche An-
wendung wird deshalb in den wirthschaftlichen Zuständen der Völker
stets unüberwindliche Schwierigkeiten finden. Wäre es aber auch
in einem Zustande idealischer Vollkommenheit möglich, die Produete
der technischen Gewerbe alle fabrikmäßig hervorzubringen, so sind
doch unsere Zustände von einer solchen Entwickelung noch sehr weit
entfernt und das Handwerk wird daher lange noch eine wichtige
Stelle im Gebiete der Volkswirthschaft einnehmen.