Der Werth und das Eigenthum.

Die Grundlagen der Volkswirthschaft sind das Einzeleigen
thum und die Concurrenz. Die Communisten und Socialisten stre⸗
ben eine Umwälzung gesellschaftlichen Zusammenwirkens an, indem
die Erstern das individuelle Eigenthum, die Andern die freie Con⸗
currenz in Frage stellen. Beide setzen an die Stelle der Freiheit
den Zwang. Der Communismus will die Verbrüderung der
Menschen mit Gemeinschaft der Güter und daher Verbannung des
privateigenthümlichen Prinzips. Es hat solcher Verbrüderungen
schon fromme, freundschaftliche und erzwungene gegeben. Weil
die Gleichheit, die man etwa in Beziehung auf die Vertheilung der
Güter einführen möchte, in kurzer Zeit, da das Vermögen vom
Fleiß abhängt, wieder zerstört werden würde, so kann am Eude,
welches auch der erste Ausgangspunkt einer communistischen Ver⸗
brüderung ist, immer nur der Zwang sie zusammenhalten, wie dies
auch die Geschichte seit den Anabaptisten des 16. Jahrhunderts
beweist.

Der Socialismus im weitern Sinne begreift den Communis-
mus in sich, oder vielmehr er sucht durch Associationen, durch Ge⸗
genseitigkeit und durch das Recht auf Arbeit zu dem nämlichen
Ziele zu gelangen, wie dieser: zur Entwerthung und zuletzt zur
Aufhebung des Eigenthums. Er ist daher nichts als ein gemäßig—
ter, aber inconsequenter Communismus.

Das Wort Socialismus ist ein Schreckenswort für alle die