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je nachdem mehr oder weniger Personen geneigt oder im Stande
sind, ihn uns zu erweisen, je nachdem er von diesen mehr oder weni⸗
ger Arbeit, Mühe, Geschicklichkeit, Zeit, vorhergehende Studien er—
heischt, je nachdem er uns selbst Arbeit, Mühe u. s. w. erspart.
Nicht bloß von diesen Umständen hängt der Werth ab, sondern auch
noch von dem Urtheil, das wir darüber fällen. Denn es kann
geschehen, und es geschieht oft, daß wir einen Dienst sehr hoch
schätzen, obgleich uns dadurch ein Schade geschieht. Darum haben
die Eitelkeit, die Unwissenheit, der Irrthum ihr Theil Einfluß auf
dies wesentlich elastische und bewegliche Verhältniß, das wir Werth
nennen; und man kann behaupten, daß die Schätzung der Dienst-
leistungen sich um so mehr der absoluten Wahrheit und Gerechtig
keit nähert, als sich die Menschen aufklären, sittlicher und voll⸗
kommener werden.

Wir werden Alle mit einem gebieterischen, materiellen Bedürf⸗
niß geboren, das bei Todesstrafe seine Befriedigung erheischt, mit
dem des Athmens. Nun leben wir auf allen Punkten der Erde
in der Umgebung eines Mediums, das in jedem Augenblick dieses
Bedürfniß befriedigt, ohne daß von unserer Seite es einer An—
strengung bedürfte. Die atmosphärische Luft hat demnach Nutzen,
ohne Werth zu haben. Sie hat keinen Werth, weil sie nicht eine
Anstrengung, daher auch keine Dienstleistung veranlaßt oder nöthig
macht. Jemandem einen Dienst erweisen, heißt ihm eine Mühe
ersparen, und wo man sich keine Mühe zu geben hat, um die Be—
friedigung zu realisiren, kann auch vom Ersparen einer solchen nicht
die Rede sein.

Wenn aber ein Mensch in einer Taucherglocke auf den Grund
eines Flusses hinabsteigt, drängt sich ein fremder Körper zwischen
die Luft und die Lungen ein; um die Verbindung wiederherzustellen,
muß er eine Pumpe in Bewegung setzen, eine Austrengung machen,
sich einer Mühe unterziehen. Nun kann ich für ihn diese Mühe
übernehmen; und um mich dazu zu bestimmen, verpflichtet er sich,
selbst eine Anstrengung zu machen, durch welche auch ich eine Be—
friedigung erlauge. Wir debattiren und schließen ab. Was sehen
wir da? Zwei Bedürfnisse, zwei Befriedigungen, sodann zwei An—