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unbequem, ich will lieber etwas anderes für Euch thun. Ihr fahrt
fort, mir Wasser zu tragen, und ich gebe Euch 6 Pfennige. Wird
der Vorschlag angenommen, so kann der Volkswirth, ohne einen
Irrthum zu begehen, sagen: Die Dienstleistung ist 6 Pfennig werth.“

Später wartet mein Nachbar die Aufforderung gar nicht mehr
ab. Er weiß, daß ich alle Tage zu trinken nöthig habe, und kommt
meinen Wünschen zuvor. Nun holt er auch für andere Dorf—
bewohner Wasser; kurz er wird Wasserhändler. Dann fängt man
an sich so auszudrücken: das Wasser ist 6 Pfennige werth.

Aber wie, hat denn das Wasser seine Natur verändert? Der
Werth, der noch eben in der Dienstleistung steckte, ist er körperlich
geworden, um sich mit dem Wasser zu vermischen und ein chemi⸗
sches Element hinzu zu fügen? Hat eine leichte Veränderung in der
Form des zwischen mir und meinem Nachbar getroffenen Ueber⸗
einkommens die Macht, das Princip und die Natur des Werths
zu ändern?

Niemand ist ein solcher Wortklauber, um sich der Redeweise: das
Wasser ist 6 Pfeunig werth, zu widersetzen. Aber man muß wissen,
daß dies bildliche Bezeichnungen sind, die mit der Wirklichkeit der
Verhältnisse nichts zu thun haben; daß im wissenschaftlichen Sinn
der Werth eben so wenig im Wasser wohnt, als die Sonne in's
Meer untertaucht. —

Lassen wir den Dingen die ihnen zukommenden Eigenschaften,
der Luft und dem Wasser die Nützlichkeit, der Dieustleistung ihren
Werth. Sagen wir, nützlich ist das Wasser, weil es die Fähigkeit
hat, den Durst zu löschen. Werth hat die Dienstleistung, weil sie
den Gegenstand eines erörterten Vertrags bildet. Dies ist so wahr,
daß wenn wir der Quelle ferner oder näher sind, die Nützlichkeit des
Wassers dieselbe bleibt, nur der Werth steigt und fällt. Der Werth
steckt also in der Dienstleistung, da er mit ihr und gleich ihr schwankt.

Ich gehe am Ufer des Meeres spazieren. Der Zufall läßt
mich einen Diamant finden. Da bin ich nun im Besitz eines großen
Werths. Weshalb? Erweise ich der Menschheit eine Wohlthat?
Habe ich mich einer anhaltenden und schweren Arbeit unterzogen?
Weder Eins noch das Andere. Weshalb aber hat dieser Diamant

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