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— Aber nach Fug und Recht müssen wir doch gleiche Arbeit
austauschen.

— Nein, nach Fug und Recht veranschlagen Sie Ihre Dienst⸗
leistung und ich die meinige. Ich zwinge Sie nicht, warum wollen
Sie mich zwingen? Geben Sie mir ein ganzes Jahr, oder suchen
Sie sich selbst einen Diamant.

Aber dazu würde ich 10 Jahre mühsamen und vielleicht
vergeblichen Suchens nöthig haben, da halte ich es doch für klüger,
diese 10 Jahre auf andere Weise zu verwenden.

— Gerade deswegen glaube ich, Ihnen einen Dienst zu er—
weisen, indem ich Ihnen nur ein Jahr Arbeit abberlange. Ich
erspare Ihnen neun, und deswegen lege ich viel Werth auf diesen
Dienst. Wenn Ihnen meine Forderung übertrieben scheint, so ge—
schieht es, weil Sie nur an die Arbeit denken, die ich gethan; denken
Sie aber auch an diejenige, die ich Ihnen erspare, und Sie werden
mich billig finden.

— Aber darum ist nicht minder wahr, daß Sie von einem
reinen Werk der Natur Nutzen ziehen.

— Und gäbe ich Ihnen meinen Fund für nichts oder wenig,
so würden Sie diesen Nutzen ziehen. Uebrigens wenn dieser Dia—
mant großen Werth hat, so ist es nicht deswegen, weil die Natur
vom Anfang der Jahrtausende daran arbeitet; das ist auch bei jedem
Thautropfen der Fall.

— Ja, wenn aber die Diamanten so zahlreich wären, wie die
Thautropfen, würden Sie mich nicht in der Hand haben.

— Ohne Zweifel, denn in diesem Fall würden Sie sich nicht
an mich wenden, oder wenigstens nicht aufgelegt sein, mich theuer
für einen Dienst zu bezahlen, den Sie sich so leicht selbst leisten
können. —
Aus diesem Zwiegespräch geht hervor, daß der Werth, den
wir weder im Wasser noch in der Luft fanden, ebensowenig im
Diamanten steckt; er steckt ganz in den behufs dieser Gegenstände
geleisteten und empfangenen Diensten, und wird durch freie Unter⸗
handlung der Contrahenten festgesetzt. —

Es ergiebt sich aus dem Zwiegespräch, daß, so wenig von der