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ward es zum Maßstab des Werths. In der Praxis war das noth-
wendig. Aber die Wissenschaft darf niemals aus dem Auge ver⸗
lieren, daß das Geld im Betreff des Werths denselben Fluctuationen
unterworfen ist, wie jedes andere Produkt oder jede andere Dienst⸗
—DV——
Alles scheint sich zu vereinigen, um das Geld auf eben die Weise
als Maßstab des Werths ansehen zu lassen, wie das Quart oder
der Scheffel Maßstäbe des räumlichen Inhalts sind. Bei den Ge—
schäften spielt es eine ähnliche Rolle. Seine eigenen Fluctuationen
bemerkt man nicht, weil die Thaler, Groschen und Pfennige immer
noch ihren Namen behalten. Ja die kaufmännische Rechenlunst selbst
nimmt an der Verwirrung der Köpfe Antheil, indem sie den Thaler
als Maßstab mit der Elle, dem Quart, dem Morgen, dem Scheffel,
dem Loth zusammenwirft. —

Sonach ist bei Allem, was zur Befriedigung unserer Bedürf-
nisse und Wünsche sich eignet, zweierlei zu berücksichtigen und zu
unterscheiden: dasjenige, was die Natur geschaffen hat, und was der
Mensch schafft, — das mühelos und das mühevoll Erworbene, das
Unentgeltliche von dem Nichtunentgeltlichen — das Geschenk Gottes
und die menschliche Leistung, — die Nutzbarkeit und der Werth.
Bei einem und demselben Gegenstande kann Erstere unermeßlich und
der Zweite unbemerkbar sein. Während die Nutzbarkeit unveränder-
lich bleibt, kann der Werth sich bis in's Unendliche vermindern, und
er vermindert sich in der That, so oft ein geistiger Fortschritt bei
gleichem Resultate eine Ersparniß an Anstrengung eintreten läßt.

Diese Verminderung des Werthes ist richtig zu verstehen. In
einem bestimmten Augenblicke seiner Existenz kann der einzelne Mensch,
wie die Gesellschaft, nur über eine bestimmte Summe von Anstren-
gungen verfügen. Wenn er nun einen Fortschritt macht, indem er
sich die Hülfe einer Nakirmacht zu seinem Werke verschafft, so wird
die Summe seiner Anstrengungen in Bezug auf jenen bestimm-
ten Zweck um so viel verringert. Sie würde auch überhaupt
um so viel verringert sein, wenn jener Mensch, mit seiner früheren
Lage zufrieden, die ersparte Zeit als Muße verwendete, und nicht