arbeit haben. Die Welt ist eine große Werkstatt, der die Vor—⸗
sehung Materialien und Kräfte in Fülle zugetheilt hat. An diese
Materialien und Kräfte macht sich die menschliche Arbeit. Frühere,
gegenwärtige und sogar zukünftige Anstrengungen werden gegen-
einander ausgetauscht. Ihre verhältnißmäßige Größe, die sich durch
den Tausch ganz unabhängig von den Materialien und unentgelt⸗
lichen Kräften ergiebt, bildet den Werth und ein Jeder ist Eigen⸗
chümer des von ihm produeirten Werthes.

Das ganze vorhergehende Raisonnement fassen wir noch ein—
mal in folgenden Worten zusammen:

Jeder Mensch genießt umsonst alle von der Natur dargebotenen
Nützlichkeiten, unter der Bedingung, daß er sich die Mühe giebt, sie
zu sammeln, oder daß er Denen, welche ihm diesen Dienst erweisen,
einen gleichmäßigen Gegendienst leistet.

Hierin sind zwei Thatsachen mit einander verbunden, die aber
ihrem Wesen nach von einander verschieden sind: einmal die Gaben
der Natur und unentgeltlichen Materialien und Kräfte, d. h. das
Reich der Gemeinschaft; dann die menschlichen Anstrengungen
zur Sammlung dieser Materialien und Leitung jener Kräfte, —
Anstrengungen, die gegeneinander ausgetauscht und ausgeglichen
werden, d. h. das Reich des Eigenthums.

Mit andern Worten, wir sind nicht die Eigenthümer der Nütz
lichkeit der Dinge, sondern nur ihres Werthes, und der Werth ist
nur die Schätzung der gegenseitigen Dienstleistungen.

Eigenthum und Gemeinschaft sind zwei Ideen, die denen der
Müheleistung und Unentgeltlichkeit. aus denen sie hervorgehen,
entsprechen.

Was unentgeltlich ist, ist gemeinsam, denn Jeder kann es ohne
Bedingung genießen, und genießt es auch. Was nur mit einem
Aufwand von Müheleistung erworben wird, ist Eigenthum, weil
die Anstrengung die Bedingung der Befriedigung ist, wie die Be—
friedigung die Bedingung der Anstrengung.

Die Müheleistung schließt die Idee eines Hindernisses in sich.
Man kann also sagen, daß der gesuchte Gegenstand sich desto
mehr der Unentgeltlichkeit und Gemeiuschaft nähert, je geringer das