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in Australien auf 112 Mill. fl., zusammen 242 Mill. fl. Diese
Summe stellt den 5- bis Gfachen Betrag des Ertrages dar, welchen
die gesammten Bergwerke Amerikas und Europas, ausschließlich
Sibirien, zu Anfang dieses Jahrhunders geliefert haben. Diese
gewaltige Goldproduction muß auf das Geld, vermöge dessen ver—
mehrten Angebots, absolut preisvermindernd wirken, auf die Waaren
aber relativ preiserhöhend. Als im 16. Jahrhundert in Amerika
die massenhafte Silberproduction Statt hatte, stiegen die Preise aller
Gegenstände in Europa, in Folge des Einströmens der edlen Me—
talle, und vorzugsweise des Silbers, zu einer außerordentlichen
Höhe. In England ist das damalige Steigen der Waarenpreise
auf 508 berechnet worden, anderswo sogar auf 669, während
gleichzeititg der Werth des Geldes auf 4 bis F herabging. Wir
wissen aber auch, daß in jeuer Zeit der Werth des Goldes zum
Silber von 1: 104 auf 1: 154 sich verändert hat, daß also Sil-
ber im Preise gegen Gold um fast 4, also 338 gesunken ist. Ein
Schluß aus jenen Erscheinungen das 16. Jahrhunderts auf die
Erscheinungen der letzten Jahre liegt sehr nahe. Damals fiel, wie
gesagt, Silber gegen Gold 338, die Preise der Waaren gegen
Geld 50 bis 668, vor einiger Zeit war bereits Gold gegen Silber im
Preise beinahe 49 herabgegangen. Das Steigen der Waarenpreise
würde also nach jenem Maßstabe auf ungefähr 6 bis 88 zu ver⸗
anschlagen sein

Eine solche Ursache der Theurung bewirkt diese nur uneigent ˖
lich. Denn die durch das vermehrte Angebot erzeugte größere
Wohlfeilheit des Geldes macht in der Wirklichkeit die Waare nicht
werthvoller. Der Werth der Waaren bleibt derselbe, nur das Geld,
das Aequivalent der Waaren, hat eine Werthverminderung erlitten,
und damit ist auch der Preismaßstab, als welcher das Geld ge—
braucht wird, ein kleinerer geworden. Dieser Maßstab hat sich um
so viel verkürzt, als der Werth des Geldes gesunken ist; er muß,
wie er durch die Währung des betreffenden Landes ausgedrückt ist
— bei uns die Kölnische Mark fein Silber, 244 Gulden — 1 Mark,
14 Thaler — 1 Mark — so viel mal mehr angewendet werden,
als das Maß kleiner geworden ist.