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daß der Preis gewisser nothwendiger Lebensbedürfnisse in dem einen
Lande höher ist, als in dem andern. Wir finden die erwähnte
Erscheinung in industriereichen gegenüber den ärmeren Ländern.
Daß man aber von einer Verminderung des Geldwerthes nicht
sprechen kann, geht schon daraus hervor, daß in ersteren die Waa—
ren der großen Industrie billiger sind und häufig auch die Preise
der landwirthschaftlichen Rohproducte nicht höher stehen. In Wirk-
lichkeit reducirt sich jene Erscheinung also darauf, daß die Preise
gewisser Lebensbedürfnisse in den industriereichen Ländern höher
sind, als in ärmeren, also z. B. die Wohnungen, die Arbeitslöhne,
das Fleisch, das Holz, und in Folge dessen auch die Preise vieler
Gewerbserzeugnisse, welche unr halb oder gar nicht aus der Fabrik
stammen. Was die wirkliche Ursache dieser Erscheinung betrifft, so
ist dieselbe zunächst zu suchen in höheren Steuern. In industrie⸗
reichen Ländern sind in der Regel auch hohe Staatsbedürfnisse
vorhanden, und da die Steuerpflichtigen ihre Lasten nicht auf das
Ausland abwälzen können, indem im Welthandel auch die Waaren
anderer Länder concurriren, so müssen sie die höhern Steuern selbst
tragen und natürlich im Preise ihrer Erzeugnisse vergütet zu er⸗
halten suchen. Namentlich da, wo die Steuer auf die Consumen—
ten ganz abgewälzt wird, trilt eine Erhöhung ein, 3z. B. bei den
Fleisch. und Brod Preisen in Folge der Aceise. Wenn ferner auch
das Capital an sich in industriereichen Ländern in der Regel billi—
ger ist, so haben doch Boden und Häuser einen viel größeren Ca—
pitalwerth, dessen höhere Zinsen in dem Preise mancher Bedürfnisse
angerechnet werden. Dies ist besonders in den Städten der Fall,
bei welchen dieselbe Erscheinung in verschiedenen Stufen, bei größe⸗
ren Städten gegenüber kleineren, und sogar bei den belebteren
Theilen einer und derselben Stadt gegenüber einem weniger beleb—
ten Quartier vorkommt. Da die Erwerbsgelegenheit einer größe⸗
ren Stadt oder eines belebteren Stadttheiles größer ist, als die
einer kleineren Stadt oder eines stilleren Quartiers, so sind in den
ersten die Preise der Bauplätze sehr hoch, die Häuser und Laden-
miethe ungleich höher als in den letzteren, und dieser Unterschied
in der Miethe wird eben auf den Preis der Waaren geschlagen,