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die trotz höheren Preises eben da, wo sie der Schaulust des größeren
Menschenstromes ausgesetzt sind, vermöge der größeren Nachfrage
leichteren Absatz finden. Oft steigt die Miethe noch höher, als das
Verhältniß des Preises der Bauplätze und der Häuser es rechtfer⸗
tigen würde. Dies folgt aus rascher Vermehrung der Bevölkerung
oder des Verkehrs, kann aber nur so lange dauern, bis die hohen
Miethen die Coneurrenz der Baumeister angeregt haben, und neue
Häuser errichtet sind. Auch während der Messen und Märkte,
oder bei sonstigen Gelegenheiten, wo die Nachfrage außerordentlich
erhöht wird, steigen die Miethpreise ungewöhnlich, um, wenn die
Ursache entfernt ist, ihr altes Nibeau wieder einzunehmen. Dasselbe
findet auch bei Waaren Statt, welche im städtischen Leben oft ge⸗
braucht werden, aber durch die Coneurrenz nicht sofort wieder zur
Stelle zu schaffen find. Was die unwirthschaftlichen Ursachen der
höheren Preise verkehrsreicherer Länder und Städte betrifft, so bil-
det der industrielle Ruf derselben gewissermaßen eine Art von
Monopol; er wird namentlich von den Gasthöfen und Modewaa-
reuhändlern verkehrsreicher Städte oder Stadttheile oft sehr miß·
bräuchlich ausgebeutet. Für einige Zeit ist dieser Mißbrauch den
Consumenten sehr empfindlich, allein nach läugerer Zeit führt er
stets die Heilung von selbst mit.sich, indem einestheils Coneurrenz
entsteht, oder anderntheils das Publikum gewitzigt wird und solche
Plätze und Häuser möglichst vermeidet. Prellereien sind daher auf
die Dauer ein sehr unwirthschaftliches Mittel des Erwerbs.

Dies sind so ziemlich die Hauptursachen, warum das Leben
theurer in England, als in Deutschland, im Norden Deutschlands
theurer, als im Süden, kurz in verkehrsreicheren Ländern und
Städten theurer, als in audern ist; obgleich grade in denselben die
Preise der Manufacturerzeugnisse. vermöge der Vergrößerung des
Capitals und der Maschinen fortwährend im Sinken begriffen
sind. Noch eine audere Ursache, welche aber freilich ganz in der
Macht der Consumenten selbst liegt, ist die, daß wegen des leichten
Erwerbs in verkehrsreichen Läundein und Städten, wegen des Zu—
sammenströmens reicher Leute auch die Bedürfnisse erweitert und
die Nachfrage und Consumtion vergrößert werden. Im Verhältniß