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mit der Verbesserung des Lohnes und des Erwerbs mit dem An—-
wachsen des Reichthums, wachsen auch die Bedürfnisse, die Lebens—
genüsse werden verfeinert, die Nachfrage nach Bequemlichkeit und
Gütern, welche die höheren Bedürfnisse befriedigen, vermehrt sich,
und in Folge dessen steigt auch der Arbeitslohn und der Preis
bieler Waagren.

Wir sehen, wie überall die Concurrenz, das Verhältniß von
Angebot und Nachfrage es ist, was den Preis bestimmt.

Wenn man aber Lente über schlechten Verdienst klagen hört,
so kann man versichert sein, daß unter zehn Fällen in neun die
Concurrenz als die Ursache berwünscht wird. Daß dem Einzelnen
das freie Mitwerben Anderer oft sehr unbequem ist, daß für ihn
die Theilnahme Anderer an der Arbeitsfreiheit — das ist die
Concurrenz — Schranken zieht, die er lieber einreißen möchte, um
ungenirter schalten und walten, Vorrechte und Begünstigungen aus—
beuten, der Nachfrage des Consumenten gegenüber das Angebot
willkürlich fixiren zu können, ist natürlich und soll nicht geleugnet
werden. Aber für das Gemeinwohl, für eine normale volkswirth-
schaftliche Entwicklung, die ihren Segen frei nach allen Seiten hin
ergießt, ist die Concurrenz die conditio sine qua non, das wesent
liche Element, auf dem allein die Möglichkeit beruht, alle die Uebel—
stände zu beseitigen, an denen die Wirthschaftsgemeinde krankt, und
insbesondere das Elend auszurotten, wie es in der Massenarmuth
so grell hervorsticht. Grade die Abwesenheit der freien Concurrenz
ist es, über die man klagen sollte, statt egoistisch die Schranken zu
verwünschen, die dem Einzelnen durch die Freiheit des Andern ge⸗
setzt werden. Es fehlt au Arbeitsfreiheit; wem sein Vater, weil
er Schneider war, auch das Schneidern gelehrt hat, weil dies am
wenigsten Unkosten verursachte, der darf nicht Schuster werden, wenn
er auch vom Himmel mit einem besondern Talente dazu begabt
wäre, er muß Schneider bleiben, wenn er auch nichts zu schneidern
findet, oder muß ein Capital von mindestens fünf Lebensjahren als
Lehr. und Gesellenzeit opfern. Es fehlt an Freiheit der Association,
daß das kleine Kapital durch Vereinigung mit dem großen in Wett⸗