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streit sich einlassen könnte. Es fehlt an Concurrenz*); in Berlin
z. B., wo die Handwerker am meisten klagen, unterbleiben viele
Arbeiten, weil der Hausherr zehn Mal vergebens zum Handwerker
schickt, ehe dieser kommt, und weil eine Bestellung Wochen lang
nicht ausgeführt wird. Es fehlt au Freizügigkeit; der Arbeiter kann,
wenn an einem Orte seine Kraft nicht mehr productiv zu verwenden
ist anderswo, wo das Capital Arbeiter verlangt, nicht mitwerben.
An Arbeit sollte es fehlen? Die Arbeiter sind schlecht gekleidet,
schlecht gebettet, sie wohnen schlecht; was heißt dies Auderes, als: es
werden nicht genug Kleider, nicht genug Betten gemacht, nicht genug
Häuser gebaut, es fehlt an der Waare, die durch Arbeit herzu⸗
stellen ist.
Es ist schon bei einer früheren Gelegenheit gesagt, daß die anf
individuelles Eigenthum und freie Concurrenz begründete Volks—
wirthschaft das endgültige System socialer Ordnung ist. Die Com—
munisten und Socialisten haben die beiden Grundlagen unserer
Wirthschaft in Frage gestellt und zu einem System eine Ansicht
ausgebildet, zu der im praetischen Leben unsere Gewerb· und
Handeltreibenden nur die ersten Anläufe nehmen, weil sie bei größe.
rer Consequenz über sich selbst erschrecken würden. Was man unter
der Bezeichnung Socialismus versteht, sind die Systeme, welche,
ohne gerade die politische Form oder Organisation der Gesellschaft
ändern zu wollen, mit größerer oder geringerer Offenheit, bald direkt
bald durch einen Umweg, die Grundlagen und das Wesen der Ge—
sellschaft durch Vernichtung des Eigenthums, der Familie, der indivi⸗
*) Anm. Wenn die Gewerbtreibenden klagen, daß die Concurrenz zu
bedentend würde, immer mehr Meister sich etablirten, der Meister zu viel wür⸗
den, so ist die Klage nach den statistischen Ergebnissen des preußischen Staates
nicht begründet. Auf 100 Einwohner des Staats kamen 1852 ganz genau
gerade eben so viel Meister als 1848, nämlich 3,28; ja es ist 1882 die Zahl
der Meister gegen die Bevölkerung sogar etwas geringer als 1849. Auf eine
Million Einwohner kamen

1849......... 32,773 Gewerbe⸗Meister,
18582......... 32,772 dgl.
Die Zahl der Meister in Gewerben stieg nur wie 100 zu 103,28, die Bevölke—⸗
rung aber wie 100 zu 108,30. Gestiegen ist bei den Gewerben im Vergleich
zur Bevölkerung nur die Zahl der Gesellen und Lehrlinge.