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baren persönlichen Befriedigung verbraucht wird, so daß ein Ueber—
schuß zur Erweiterung und Verbesserung der Productionsmittel ent—
steht. Damit die Bevölkerung sich nicht rascher vermehre, als das
Capital, ist es nöthig, daß die Ansammlung desselben nicht erschwert
wird. Wenn die Bevölkerung sich schneller verdoppelt, als die
Sitten, Gesetze oder sonstige Einrichtungen des Landes es dem
Capital verstatten, dann sinkt der Wohlstand des Volkes, und die
ärmeren Klassen fangen an, mit Noth zu kämpfen. Wenn aber
das Capital schneller zunimmt, als die Bevölkerung, dann werden
die Mittel zum behaglichen Leben zahlreicher, und das Volk steigt
zu Reichthum und Macht. Das Verhältniß von Bevölkerung zur
Capitalmenge liegt auf der Hand. Tritt irgend ein Ereigniß ein,
welches dem Capital einen raschen Aufschwung gibt, z. B. eine
Erfindung, eine Entdeckung, die Benutzung einer Naturkraft, die
Erweiterung des Marktes, die Befreiung des Verkehrs von früheren
Schranken, die Hebung des Ereditwesens u. dgl. so folgt die Zahl
der Arbeiter nicht gleich dieser Bewegung und Vermehrung des
Capitals; dieses ist im Verhältniß zur Arbeiterzahl vergrößert; die
Concurrenz der Unternehmer erhöht den Lohn. Die Arbeiter leben
dann besser; sie gewöhnen sich an neue Bedürfnisse; ihr behagliches
Leben führt zu frühzeitigerem Heirathen, die Sterblichkeit ihrer Kin⸗
der vermindert sich, und die Bevölkerung nimmt zu. Nach zwan ⸗
zig Jahren etwa, bis zu welcher Zeit ein Arbeiter erwachsen und
ausgebildet ist, wird durch den Volkszuwachs ein verstärktes Arbei-
tercontingent auf den Markt geführt und der Lohn wieder gedrückt,
was bei der Steigerung der Lebensansprüche, bei der Gewöhnung
an geräumigere und sauberere Wohnungen, bequemere Möbel, voll⸗
ständigern Hausrath, reichlichere Nahrung, bessere Kleidung, auch
an manche geistige Genüsse, um so schmerzlicher empfunden wird.
Es ist dann eine —D0
gute Erziehung und Schulbildung, durch gewerbliche und politische
Freiheit gewonnen wird, um die eingetretene Lebenslage zu bewäl—-
tigen. Die Hebung des materiellen Wohls der Arbeiterklasse hängt
also einerseits von der Capitalsvermehrung, andrerseits und ebenso
wesentlich von der befestigten sittlichen Kraft im Volke ab. Es