lösen“ gegeben hat. Sind die Dienste vielleicht geleistet worden,
um ein Krankenhaus, eine Schule zu errichten, dann dient das
aufgewandte Capilal dazu, Arbeitskraft, die sonst durch Krankheit
oder Tod verloren gehen würde, zu erhalten oder in letzterem Falle
durch angemessene Ausbildung in der Schule noch productiver zu
machen, als sie ohne solche Ausbildung sein würde. Dies Ver ·
mögen ist daher nicht unproductiv consumirt, sondern es erscheint
wieder in den Werthen, die von der geretteten oder veredelten
Arbeitskraft geschaffen werden. Ist das Geld aber, mit welchem
die Dienste jener Industriellen erkauft wurden, dazu verwandt
worden, um einen kostspieligen, nichts hervorbringenden Park an ˖
zulegen, oder ein prachtvolles Schloß zu bauen, oder ein Dutzend
Lakaien und müßiger Pferde zu ernähren, dann ist es rein ver—
loren; es ist unproduetiv consumirt worden.

„Wie kann es denn verloren sein“, wirft man uns ein, „wenn
jene Geschäftsleute Geld gelöst haben, welches fie sonst nicht gelöst
haben würden? Sie haben mit dem Gewinne, der ihnen übrig
blieb, ihr Geschäft doch um etwas, wenn es auch nur wenig war,
verbessert. Hätte der Capitalist das Geld aufgespart, so würde die
Stadt gar nichts davon gehabt haben!“ Gar nichts? Gesetzt, der
genannte reiche Mann hätte jährlich 12,000 Thaler zu verzehren.
Wenn er nun nur 2000 braucht, so wird er die übrigen 10000 Thlr.
entweder selbst ausleihen oder dem Banquier übergeben; kurz, er
wird sie dem öffentlichen Verkehr überliefern, damit sie nicht müßig
liegen, sondern ihm ZSinsen bringen. Der Banquier wird die
10000 Thlr. wieder einem Oekonomen leihen, damit dieser sein
Gut drainiren lassen kann. Zu diesem Unternehmen wird der
Oekonom, welcher vielleicht unmittelbar an der Stadt wohnt, viele
Arbeiter beschäftigen müssen, welche die Gräben ziehen, die Thon—
röhren pressen u s. w. Diese Albeiter (und ein productiver Ar—
beiter kostet in der Regel weniger als ein Lakai, der wenig
oder nichts producirt) werden Nahrungsmittel, Kleider, Werkzeuge
brauchen. Sie geben also den Bäckern, Fleischern, Schneidern,
Schuhmachern u. s.. wenigstens eben sodiel zu verdienen, als
die Arbeiter, welche der Capitalist gehalten hätte, wenn er das