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schwache, und die „Starvation“ macht sich gar bald bei ihnen
furchtbar. Am schrecklichsten lastet dieselbe auf den Weibern und
Kindern, die bereits mit allen Vorboten dieser nnabweislichen Krank-
heit heimgesucht sind. Statt daher unter der Erde in den Kohlen⸗
gruben Brod zu graben, wandern die Unglücklichen in den Straßen
amher, mit einem ungeheuren Karren, um Brod für ihre Weiber
und Kinder zu betteln. Die Läden, welche sie früher mit ihrer
Kundschaft beehrten und bereicherten, müssen natürlich am Meisten
beisteuern. Steigt ein Theil der Kohlengräber ja wieder in die
Grube zurück, so ist es immer nur auf kurze Zeit, weil es an ge⸗
meinsamer Verständigung fehlt, und dann ist es nicht mehr, um
Kohlen und Brod zu graben, sondern es werden in diesen unter—
irdischen Gruben furchtbare Versammlungen abgehalten, deren letztes
Resultat immer wieder darauf hinausläuft, die Arbeit einzustellen,
und wieder auf der Oberfläche der Erde zu erscheinen. Auch stehen
die Kohlengräber an Einsicht und Mäßigkeit bei weitem hinter
den Webern zurück, was sich schon aus der Natur ihrer verschie⸗
denen Beschäftigungen erklärt.

Die gleichzeitigen Strikes der Weber und Kohlengräber in so
ungeheurer Masse und so zu sagen auf demselben Flecke, geben diesem
Flecke, wenn wir es so nennen dürfen, ein gar sonderbares Aus-
sehen. Obgleich kein Rauch mehr gen Himmel aufsfteigt, so ist doch
die Luft in Preston und Wigan immer noch so schwül, so kohlen—
schwanger und so kellerartig, als wenn die Kamine nie aufgehört
hätten zu rauchen, und die Dampfmaschinen nie zu dampfen. Ist
es, daß die Brust und das Herz der Leute so beklommen ist, was
die Luft so schwer macht? Preston und Wigan haben durch das
Aufhören des Rauchens nichts gewonnen. Das Athmen in diesen
Distrikten ist eben so schwierig und beklommen wie zuvor. Müßige
Gruppen von 2—3800 Personen findet man allenthalben auf den
Straßen, schweigend und abwartend. Aber nichts verräth in ihrem
Angesichte auch nur den mindesten Ausdruck von Trotz, Eigensinn
oder Gereiztheit; die Fabrikanten selbst erkennen die ruhige und
besonnene Haltung der Weber an, und diese Ruhe ist es gerade,
die sie mit Schrecken erfüllt.