Der Capitalgewinn und der Wucher.

Soll die Arbeit zur Hervorbringung beitragen und von der
Mitwirkung der Naturkräfte Vortheil ziehen, so ist dazu der Bei—
stand des Capitals erforderlich. Obgleich dasselbe für sich allein
nur ein todtes Hülfsmittel ist, welches erst nützt, wenn jene Kräfte
mit ihm in Verbindung treten, so unterhält es doch die Wirkung
sener Kräfte und verstärkt sie in so hohem Grade, daß es als eine
der wesentlichsten Bedingungen der Production betrachtet werden muß.

Zum Capital gehören erstlich Stoffe, an denen sich die Arbeit
ind die Naturkräfte äußern können, dann Hülfsstoffe, wie Holz,
Torf, Steinkohlen, die bei sehr vielen Gewerken verbraucht werden
müssen, Schießpulver zum Sprengen u. s. w., dann stehende Hülfs—
mittel, wie Ställe, Magazine, Arbeitsthiere, Werkzeuge, Ma—
schinen u. s. w., endlich Unterhaltsmittel, wie Kleidung, Nahrung
u. s. w. die dem Arbeiter so lange zu Gebote stehen müssen, bis
er ein neues Gut erzeugt hat, das dann den für seinen Unterhalt
gemachten Aufwand vergütet. Das Capital entsteht dadurch, daß
Büter hervorgebracht, sodann dieselben von der unproductiven, blos
persönlichen Vortheil gewährenden Consumtion übergespart und auf
hervorbringende Arbeit angewendet werden.

Werkzeuge, mit denen gearbeitet wird, Stoffe, die verarbeitet
werden, Vorräthe, die während der Arbeit verbraucht werden:
sie bilden kurz das, was man Capital nennt. Dieses entsteht