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dung, Obdach, Muße, Bildung, Unabhängigkeit und Würde der
künftigen Geschlechter sorgen. Nichts von alle dem kann ohne die
wahrhaft gesellschaftlichen Tugenden und was mehr ist, ohne daß
diese selbst zur Gewohnheit werden, geschehen.

Der Sparsinn ist bei den Menschen sehr verschieden entwickelt.
Im Alterthum, wo die Griechen und Römer ihre Civilisation be—
sonders auf Eroberung und Plünderung gründeten, dieselben also
nur auf Kosten Anderer reich wurden, waren es sast nur die
Juden, die Sparsinn hatten, und diese Eigenschaft hat zu ihrer
Erhaltung beigetragen. Die Germanen, bei welchen die Arbeit
erst in ihre Rechte eingesetzt wurde, zeichnen sich vor Allem durch
ihre Voraussicht in die Zukunft aus, weßhalb die Capitalansamm-
lung am raschesten bei ihnen bon Statten geht. Ein Beispiel sehr
geringen Sparsinns sind die Chinesen. Obgleich China das von
Natur gesegneteste Land ist, besitzt es doch weniger Capital, als
andre weniger begünstigte Länder, und das Mißverhältniß zwischen
der Arbeitskraft und dem Capital ist die Ursache der großen Armuth,
die dort herrscht. Nicht die Uebervölkerung an sich trägt die Schuld,
sondern der Mangel an Voraussicht, in Folge dessen das Capital
nicht ausreicht, um alle müßigen Hände productiv in Thätigkeit zu
sectzen. Während in China das Capital hinter der Arbeitskraft
zurückbleibt, giebt es in Deutschland und England der vorhandenen
Arbeitskraft reichlich productive Beschäftigung. Die Armuth, die
in diesen Ländern noch herrscht, rührt nur davon her, daß die
Consumtion des Capitals nicht immer so productiv ist, um Be
schäftigung zu geben, und daß unsre Arbeiterklassen selbst, besonders
die Fabrikarbeiter nicht diejenige Voraussicht haben, die in guten
Zeiten spart, um in schlechter vor Noth gesichert zu sein. Solche
Leute erinnern an die Indianer, von denen Rae, ein in Amerika
lebender Schotte, uns eine interessante Schilderung giebt.

„An den Ufern des St. Lorenz -Stromes,“ erzählt derselbe,
„giebt es mehrere kleine Indianer.Dörfer. Diese sind meistentheils
von einem ziemlichen Stücke Land umgeben, auf dem das Holz
ichon lange ausgerodet zu sein scheint, und außerdem besitzen sie
ausgedehute Waldstrecken. Das vom Holz gesäuberte Land wird