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Werkes das Mercantilsystem zum Gegenstand seiner Erörterung.
Wir geben seine lichtvolle Darstellung hier fast vollständig wieder,
da Auslassungen und Aenderungen, wie sie die Rückficht auf unsre
heutigen Verhältnisse erfordern möchte, den Gang der Untersuchung
nur stören würden. „Die allgemeine Meinung ist die, sagt Smith,
daß der Reichthum in Geld, oder in Gold und Silber bestehe, und
diese Meinung entspringt ganz von selbst aus dem doppelten Dienste
des Geldes, aus seinem Dienste als Handelswerkzeug einerseits,
und als Werthmesser andrerseits. Insofern es Handelswerkzeug ist,
können wir, wenn wir Geld haben, uns Alles leichter verschaffen,
was wir brauchen, als mittelst jeder andern Waare. Die große
Aufgabe ist daher immer die: Geld aufzutreiben. Hat man das,
so ist jeder fernere Ankauf nicht schwer. Weil Geld auch ein Maß—
stab des Werthes ist, schätzen wir den Werh aller anderen Waaren
nach der Menge Geldes, die wir dafür erhalten. Wir sagen von
einem reichen Mann: er habe viel — von einem armen: er habe
wenig Geld; von einem sparsamen oder habgierigen: er liebe das
Geld: von einem sorglosen, großmüthigen oder verschwenderischen:
er sei gleichgültig gegen Geld. Geld erwerben, heißt reich wer—
den — mit einem Wort, Wohlhabenheit und Geldbesitz werden
im gewöhnlichen Leben als in allen Beziehungen gleichbedeutend
gebraucht.
Gerade wie einen Mann, so nennt man auch ein Land reich,
sobald es viel Geld besitzt, weshalb es auch für den geradesten
Weg gilt es zu bereichern, wenn man viel Gold und Silber darin
aufhäuft. Nach der Eutdeckung von Amerika war es die erste
Frage der Spanier, sobald sie an eine neu entdeckte Küste kamen,
ob Gold oder Silber in der Gegend zu finden sei? Je nachdem
die Antwort lautete, erachteten sie es für mehr oder minder gera—
then, dort eine Niederlassung zu gründen. Plano Carpino, ein
Mönch, den der König von Frankreich als Gesandten zu einem
der Söhne des berühmten Tartaren Khan's DOschengis schickte, er⸗
zählt: die Tartaren hätten ihn oft gefragt: ob es in Frankreich viele
Ochsen und Schafe gebe? Offenbar lag ihrer Frage dieselbe Absicht
zum Grunde wie jener der Spanier: sie wollten wissen, ob das