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Heer in einem fremden Lande in drei verschiedenen Weisen kaufen:
indem sie entweder, erstens, einen Theil des von ihr angesammelten
Geldes, oder zweitens, einen Theil des jährlichen Ertrages ihrer
Fabrikation, oder drittens endlich einen Theil ihrer jährlichen Roh—
produete ins Ausland schickt.

Das Gold und Silber, welche als der Vorrath oder die An.
sammlung eines Landes zu betrachten sind, lassen sich in drei ver⸗
schiedene Gattungen eintheilen; erstens, das umlaufende Geld; zwei—-
tens, das Geräthe im Privat⸗Eigenthum; drittens diejenigen Geld-
summen, welche durch langjähriges Sparen angesammelt sich in dem
Schatze des Fürsten finden.

Von dem umlaufenden Gelde kann selten viel übergespart
werden, weil davon sich selten Ueberfluß vorfindet. Der Werth der
jährlich in einem Lande gekauften und verkauften Waaren erfordert
eine gewisse Menge Geldes, um sie umzusetzen und unter die ver—
schiedenen Consumenten zu vertheilen, und hat für mehr keine Ver—
wendung. Das Bett des Umlaufs zieht nothwendig diejenigen
Summien an sich, die genügen, um es auszufüllen, und nimmt nie—
mals mehr auf. Einiges wird diesem Wege indessen im Fall eines
auswärtigen Krieges gewöhnlich entzogen. Die große Zahl von
Leuten, die im Auslande erhalten werden müssen, macht, daß we⸗
nigere daheim ernährt werden. Es gibt also weniger Waaren um⸗
zusetzen, und der geringere Umsatz erfordert weniger Geld. Fer—
ner wird in solchem Falle gewöhnlich eine außerordentlich große
Menge Papiergeldes ausgegeben, und da dieses die Stelle des um—
laufenden Goldes und Silbers ersetzt, so wird es möglich, größere
Mengen von diesem ins Ausland zu schicken. Doch würde alles
dieses nur eine dürftige Hülfsquelle darbieten, um einen kostspieli⸗
gen und mehrjährigen Krieg im Auslande zu führen.

Noch unbedeutender würde die Hülfe sein, die sich in dem Ein—
schmelzen der Gold- und Silber⸗Geräthe von Pribatleuten finden
ließe. Die Franzosen haben von diesem Mittel im Anfange des
letzten Krieges (1756) nicht so viel Nutzen gehabt, um nur den Ver—
lust der Façon zu ersetzen.

Eine größere und dauerndere Aushülfe haben in früheren Zei—