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manche Jahre hindurch einen sehr kostspieligen auswärtigen Krieg
führen, ohne viel Gold und Silber auszuführen oder auch nur Et
was davon für die Ausfuhr zu besitzen. Allerdings muß in solchem
Falle ein sehr bedeutender Mehrwerth jener Fabrikate in das Aus.
land gehen, ohne daß das Land — wenn auch der Kaufinann —
Etwas dafür wieder erhält, indem die Regierung dem Kaufmanne
seine Wechsel auf das Ausland abkauft, um dort den Sold und
die Vorräthe für das Heer zu kaufen. Indessen kann doch auch
ein Theil des Mehrwerthes noch Retouren bringen. Beim Kauf ·
mann kann sich nämlich während eines Krieges eine doppelte Nach-
frage einstellen, ein Mal: zur Waarenausfuhr, um durch seine
Wechsel auf das Ausland jene Bedürnisse der Regierung zu befrie—
digen; sodann, um dadurch diejenigen Retouren zu erhalten, deren
die einheimische Consumtion bedarf. Daher kommt es, daß oft
während eines Krieges sehr viele Fabriken in vollem Schwunge sich
befinden die nach dem Frieden zurückzugehen anfangen; daß sie
blühen, während das übrige Land leidet, und nach der Rückkehr
seines Wohlstandes zu welken anfangen, wie wir das im vorigen
Kriege an manchen Beispielen gesehen haben.

Kein auswärtiger Krieg, der mit großen Kosten verbunden oder
von längerer Dauer ist, würde mit Hülfe der Ausfuhr roher Bo—
denerzeugnisse füglich geführt werden können. Die Kosten einer
so großen Ausfuhr, um dafür den Sold und die Vorräthe eines
Heeres zu kaufen, würden zu beträchtlich sein. Auch giebt es we⸗
nig Länder, die sehr viel mehr davon hervorbringen, als zur Erhal⸗
tung der eigenen Bevölkerung nöthig ist, so daß die Versendung
sehr großer Quantitäten der Versendung eines Theiles der Lebens ;
bedürfnisse des Volkes gleich kommen würde. Anders verhält es
— VV
beiter ernährt und nur der überschüßige Werth ihrer Arbeit wird
ausgeführt. — Bei Völkern, unter welchen Handel und Fabrikation
nur wenig bekannt sind, findet der Fürst auch selten die Mittel zu
einer außerordentlichen Hülfe bei seinen Unterthanen, weßhalb man
dort auch gewöhnlich sieht, daß er bemüht ist, sich einen Schatz für
Zeiten der Noth anzusammeln. Auch wird er durch seine Stellung