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von selbst auf Ersparen hingewiesen. Nicht so ist es mit den
Beherrschern entwickelter Handelsstaaten, die sich weniger in der
Nothwendigkeit befinden, Schätze zu sammeln, weil sie auch für
außergewöhnliche Fälle das Nöthige immer bei ihren Unterthanen
zu finden erwarten, und die in der That auch wenig Neigung dazu
besitzen. Sie folgen der Mode der Zeit und lassen sich in ihrem
Aufwande durch dieselbe ausschweifende Eitelkeit bestimmen, welche
die meisten anderen reichen Leute in ihren Staaten beherrscht. Was
Dercyllidas vom persischen Hofe sagte, findet auf manchen europäi—-
schen Anwendung: daß er viel Glanz, aber wenig Stärke, viele
Diener, aber wenige Krieger dort gesehen habe.
Die Einfuhr von Gold und Silber ist nicht die hauptsächliche,
geschweige denn der einzige Nutzen, den der auswärtige Handel
einem Volke gewährt. Zwischen welchen Plätzen verschiedener Staa
ten auch ein Handelsverkehr Statt findet, so ziehen sie Beide in
zweierlei Richtung Vortheil daraus. Er führt diejenigen überschüs-
sigen Theile der Boden- und Arbeits-Erzeugnisse, für den im Lande
kein Begehr ist, aus, und bringt etwas Anderes zurück, das begehrt
wird. Er gibt den überflüssigen Dingen einen Werth, indem er
diese gegen etwas Anderes austauscht, das zur Befriedigung von Be⸗
dürfnissen oder Erhöhung von Genüssen dienen kann. Er gibt die
nöthigen Mittel, damit die Beschränktheit des einheimischen Mark.
tes nicht verhindere, daß die Theilung der Arbeit in irgend einer
Industrie bis zur höchsten Vollkommenheit sich entwickele. Durch
die Eröffnung eines ausgedehnteren Marktes für jedes Arbeits · Er
zeugniß, das über die einheimische Consumtion hinausgeht, muntert
er zur äußersten Entwicklung der hervorbringenden Kräfte und der
ährlichen Erzeugnisse auf, wodurch Einkommen und Wohlstand der
Gesellschaft vermehrt werden. Diese großen und wichtigen Dienste
leistet der auswärtige Handel unablässig denjenigen Ländern, zwi⸗
schen denen er betrieben wird. Die Ausfuhr von Gold und Sil⸗-
ber nach denjenigen Ländern, die keine eigenen Gruben besitzen,
gehört allerdings auch zu den Aufgaben des auswärtigen Han ˖
dels; sie ist jedoch verhältnißmäßig nur ein unbedeutender Theil
desselben.