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prüft haben, und es ist deshalb unnöthig, ein Mehreres darüber
zu sagen. Die jährliche Silber.Ausfuhr nach Ostindien macht ver ·
muthlich, daß Silbergeschirr etwas theurer in Europa ist, als es
sonst sein würde und daß man für Silbergeld etwas mehr Arbeit
und Waaren erkaufen kann. Die erstere dieser beiden Wirkungen
ist ein sehr geringer Verlust, die zweite ein sehr geringer Gewinn;
beide sind zu unbedeutend, um die öffentliche Aufmerksamkeit zu
beschäftigen. Dadurch, daß der ostindische Handel den europäischen
Waaren oder, was ungefähr auf dasselbe herauskommt, dem Gold
und Silber, die mit diesen Waaren erkauft werden, einen Markt
eröffnet, muß er nothwendig die Vermehrung der Production und
dadurch das wirkliche Einkommen und den Wohlstand Europa's
fördern. Daß er es bis jetzt nicht mehr gethan hat, daran sind
vermuthlich die Fesseln schuld, unter denen er seufzt.

Ich habe es, wenn auch auf die Gefahr hin langweilig zu er⸗
scheinen, für nöthig erachtet, die so allgemein verbreitete Ansicht,
daß Reichthum in Geld oder in Gold und Silber bestehe, um⸗
ständlich zu prüfen. Im gewöhnlichen Leben bedeutet Geld, wie
ich das auch angedeutet habe, häufig Reichthum und diese Zwei-
deutigkeit des Wortes hat uns jene Ansicht so geläufig gemacht,
daß selbst die, welche von dem Thörichten davon überzeugt sind,
doch ihre eigenen Grundsätze nur zu leicht vergessen und im Ver⸗
folg ihrer Auseinandersetzungen dahin kommen, sie für eine ausge⸗
machte und unbestreitbare Wahrheit anzunehmen. Einige der besten
englischen Schriftsteller über den Handel gingen von dem Satz aus,
daß der Reichthum eines Landes uicht allein in seinem Gold und
Silber, sondern auch in seinen Ländereien, Häusern und verbrauch ˖
haren Gütern aller Art bestehe. Im weitern Verlauf ihrer Ent—
wickelungen aber schien es, als ob Ländereien, Häuser, sammt allen
verbrauchbaren Gütern ihrem Gedächtniß entschlüpften und nur
noch Gold und Silber übrig blieben, deren Vermehrung das große
Ziel für den Gewerbfleiß und Handel des Volkes bilde.“

So weit Adam Smith. Wir haben uns jetzt, nachdem wir
das Capital als den wahren Reichthum des Landes in seinem
Unterschiede von dem bloßen Geldreichthum erkannt haben, mit