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ihr relativer Antheil verringert sich; der der Arbeiter wächst in dem—
selben Verhältnisse.

Ebenso wächst der absolute Antheil des Capitals unaufhörlich.
Es ist wohl wahr, daß der Zins dem Sinken zustrebt; aber wann
und warum? wenn und weil das Capital sich vermehrt. Es ist
also sehr möglich, daß das Gesammt-Einkommen wachse, obgleich
der Prozentsatz sich verringert. Ein Mensch hat mehr Einkommen
mit 200000 Franken zu 48 als mit 100, 000 Franken zu 5, ob ⸗˖
gleich er im erstern Falle sich von den Arbeitern den Gebrauch
des Capitals weniger theuer bezahlen läßt. Ebenso ist es mit einer
Nation und der ganzen Menschheit. Aber wir behaupten, daß der
Procentsatz bei seiner Neigung zum Sinken einen so schnellen Fort⸗
schritt weder nehmen darf noch kann, daß die Totalsumme an Sin -
sen zur Zeit des Capitalüberflusses weniger, als zur Zeit des Capi-
talmangels beträgt. Man muß zwar zugeben, daß, wenn das
Capital der Menschheit durch 100 und der Sinsfuß durch 5 dar-
gestellt wird, — dieser Zinsfuß nur noch 4 betragen wird, sobald
das Capital 200 beträgt, — worinn sich die Gleichmäßigkeit beider
Wirkungen: geringerer relativer, größerer absoluter Antheil zeigt; aber
es ist im angenommenen Fall nicht zuzugeben, daß die Erhöhung
des Capitals von 100 auf 200 den Zins von 58 etwa auf 28
herabdrücken könne — denn wäre dem so, dann würde der Capita
list, welcher mit 100,000 Fr. Capital 3000 Fr. Renten hatte, jetzt
nur noch 4000 Fr. Rente bei 200000 Fr. Capital haben. Ein wider
sprechendes und unmögliches Resultat, gegen welches das einfachste
und angenehmste Hülfsmittel von der Welt vorhanden wäre, denn
dann brauchte man, um seine Renten zu vermehren, nur die Hälfte
seines Capitals zu verzehren. Man muß daher im Auge behalten,
daß die Verbindung dieser beiden einander entsprechenden That⸗
sachen, Vermehrung des Capitals, Abnahme des Zinses, nothwendi—
ger Weise sich so vollzieht. daß das Totalproduct unaufhörlich wächst.
Wir dürfen also in der Verzinsung nicht, wie die Feinde des
Capitals es thun, das erblicken, was die Religion und das sitt⸗
liche Gefühl mit dem Namen Wucher braundmarkt. Man findet

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