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mehr Einwanderung ist, als nach unfruchtbarem, die Unfruchtbarkeit
des Bodens kann einen Unternehmergewinn ganz vereiteln; die
Fruchtbarkeit bedingt also wohl die Größe des Gewinnes, sie giebt
aber keinen Lohn über die Arbeit hinaus, denn die Arbeit besteht
bei der Besitzergreifung auch in der Wahl des Bodens; für diese
Arbeit zahlt die Rente, die der Besitzergreifer sich von den 8uzüg .
lern ausbedingt, oder der Ertrag, welchen er bei eigener Bestellung
eines guten mehr, als bei Bestellung des schlechten Bodens erringt.
Ob der Boden aber gut oder schlecht sei, den Tauschwerth des Loh ⸗
nes für seine Bearbeitung bestimmt er nicht, der geht nur aus
Nachfrage und Angebot, aus den Bedürfnissen und Leistungen der
Gesellschaft hervor, der beste Boden würde nach einigen Jahren
keine Ernte mehr geben, wenn er nicht gedüngt würde. Nicht der
Boden, sondern die Menschen machen daher den Bodenwerth und
den Bodenertrag. Es folgt hieraus von selbst, daß eine Bodenrente,
aus dem Boden allein hervorgehend und daher ein Monopol des
Besitzers, nicht besteht.

Gott hat die Erde geschaffen: Er hat auf ihre Oberfläche und
in ihr Inneres eine Menge Dinge gelegt, die dem Menschen nůtz
lich sind, sofern sie seine Bedürfnisse zu befriedigen geeignet sind.
Außerdem hat er in die Materie Kräfte gelegt: Schwerkraft, Ela⸗
sticität, Porosität, Preßbarkeit, Wärmiestoff, Licht, Electricität, Cristal.
lisation, Pflanzenleben. Er hat den Menschen diesen Stoffen und
diesen Kräften gegenüber gestellt. Sie gehören ihm unentgeltlich
an. Der Mensch hat darauf seine Thätigkeit an diesen Stoffen
und Kräften ausgeübt; dadurch hat er sich selbst einen Dienst erwie—
sen. Dann hat einer für den Andern gearbeitet: so haben sie sich
gegenseitig Dienste erwiesen. Diese beim Tausche verglichenen Dienste
haben die Vorstellung des Werthes geschaffen, und der Werth die
des Eigenthums. Jeder ist Eigenthümer nach Verhältniß seiner
Leistungen. Aber die Kräfte und Stoffe, die Gott den Menschen
von Anbeginn unentgeltlich geschenkt hat, sind unentgeltlich geblieben
und werden es durch allen menschlichen Verkehr hindurch bleiben.

Unglücklicher Weise hat man Nutzbarkeit und Werth ver—
wechselt; man hat den Materialien sowohl, als den Naturkräften