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stand der Betrachtung dar? Er bildet das weite Becken, welches
den Durst aller menschlichen Kreaturen löschen soll. Wie kann dies
geschehen, da fie so entferut von seinem überdies ungenießbaren
Wasser wohnen. Man muß in der That die wunderbare Industrie der
Natur anstaunen. Die Sonne erwärmt diese bewegte Masse und bringt
sie zu einer langsamen Verdunstung. Das Wasser nimmt Luftge
stalt an und von dem Salze, welches seinen Geschmack verdarb,
befreit, erhebt es sich in die obern Regionen der Atmosphäre.
Winde, welche sich in allen Richtungen krenzen, treiben es gegen
das bewohnte feste Land. Hier begegnet es dem Froste und wird
von diesem verdichtet und in fester Gestalt auf den Gebirgshöhen
festgehalten, bis die Frühlingssonne es schmilzt. Dann von seinem
Gewichte abwärts gezogen läutert und reinigt es sich in den Schie—
fer. und Kieslagern, zertheilt sich in viele Aeste und speisst die erfri—
schenden Quellen auf allen Punkten der Erde. Hierin liegt gewiß
eine große und sinureiche Einrichtung der Natur zum Vortheil der
Menschheit. Wechsel der Formen und der Orte, Nutzbarkeit, nichts
fehlt. Aber wo ist der Werth; derselbe ist noch nicht gefunden,
und wenn Das, was man die Arbeit Gottes nennen könnte, käuflich
wäre (und dies würde es sein, wenn es einen Werth hätte), wer
kann sagen, was ein einziger Tropfen Wasser gelten müßte?

Indessen haben nicht alle Menschen frisches Quellwasser bei
der Hand. Um ihren Durst zu löschen, müssen sie sich mühen,
anstrengen, Fürsorge und Geschicklichkett anwenden. Diese ergän-
zende menschliche Arbeit führt zu Einrichtungen, zu Verträgen und
zur Abschätzung, und ist der Ursprung und die Grundlage des
Werthes.
Der Mensch ist unwissend, bevor er zur Erkenntniß gelangt.
Anfangs ist er also darauf beschränkt, das Wasser zu holen und
die von der Natur ihm überlassene ergänzende Arbeit mit dem
möglichen Maximum von Mühe zu vollbringen. Zu dieser Seit
hat das Wasser beim Austausche den größten Werth. Nach und
nach erfindet er den Wagen und das Rad, zähmt das Pferd,
erfindet Röhren u. s. w., kurz er erspart durch die Anwendung
unentgeltlicher Naturkräfte einen Theil seiner Arbeit und in dem-