Thatsache. Man zeige uns auf irgend einem Punkte der Erde ein
Stück Landes, welches nicht von dem unmittelbaren oder mittelbaren
Einflusse des menschlichen Handelns betroffen worden ist, und wir
werden ein Stück Landes vorzeigen, welches von allem Werthe
entblößt ist.

Um aber im Zusammenwirken mit der Natur Getreide her⸗
borzubringen, führt der Ackerbauer zwei sehr verschiedene Arten von
Arbeiten aus. Die einen beziehen sich unmittelbar auf die Jahres-
ernte, und müssen aus dieser bezahlt werden, als da ist: das
Säen, Gäten, Mähen und Dreschen. Die anderen, als die
Anlegung der Gebäude, das Entwässern, Urbarmachen, Umzäunen
u. s. w., kommen bei einer unendlichen Reihe aufeinanderfolgender
Ernten in Betracht, und die Kosten derselben müssen sich auf eine
Reihe von Jahren vertheilen, wozu man ganz genau durch die wun—
derbaren Combinationen der Verzinsungs- und Amortisations-
Rechnung gelangt. Die Ernten bilden die Belohnung des Acker ⸗
bauers, wenn er sie selbst verzehrt. Wenn er sie austauscht, so
geschieht es gegen Leistungen anderer Art, und die Schätzung der
vertauschten Leistungen bildet deren Werth.

Jetzt ist es leicht zu begreifen, daß die ganze Klasse bleibender
Arbeiten, welche der Ackerbauer auf dem Boden ausführt, einen
Werth bilden, welcher zur Zeit noch nicht vollständig abgegolten ist,
es aber jedenfalls werden wird.

Er kann nicht gezwungen werden, ohne Entschädigung sein
Vermögen fahren und einen Andern in sein Recht eintreten zu
lassen. Der Werth hat sich in dem Boden verkörpert und mit
demselben verschmolzen, weshalb man sehr leicht durch eine Wort⸗
wechselung dahin kommen kann, zu sagen: der Boden ist etwas
verth. Er ist in der That etwas werth, weil ihn Niemand mehr
erwerben kann, ohne für jene Arbeiten zu eutschädigen. Aber der
Acker, welchem die natürlichen Fähigkeiten zum Hervorbringen ursprüng-
lich keinen Werth verlieh, hat auch jetzt noch keinen aus jener
Ligenschaft erlangt. Die Naturkraft, anfangs unentgeltlich, ist es
aoch und wird es immer bleiben. Man kann wohl sagen, dieser
Acker ist etwas werth, aber was im Grunde Werth hat, das ist